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Göttingen 20 Millionen Euro für innovatives Hochschulkolleg
Campus Göttingen 20 Millionen Euro für innovatives Hochschulkolleg
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15:27 11.07.2018
Die Universitätspräsidenten Professor Thomas Hanschke (TU Clausthal, links) und Professor Li Yanrong (Sichuan University) haben die Verträge für das Chinesisch-Deutsche Internationale Hochschulkolleg (CDIHK) unterschrieben. Quelle: r
Clausthal / Chengdu

„Mit dem CDIHK erreicht die erfolgreiche Zusammenarbeit der beiden Hochschulen eine neue Dimension. Ich bin überzeugt davon, dass das Projekt eine Erfolgsgeschichte wird“, beschrieb Professor Thomas Hanschke, Präsident der Technischen Universität (TU) Clausthal, das bislang größte internationale Projekt der Harzer Universität am Rande des Vertragsabschlusses in der 15-Millionen-Einwohner-Stadt Chengdu. In den kommenden zwölf Jahren wollen die beiden Hochschulen gemeinsam 20 Millionen Euro in das CDIHK investieren. Auch Hanschkes Amtskollege Li Yanrong unterstrich die neue Qualität der Partnerschaft. Das Hochschulkolleg werde beispielgebend für die Kooperation mit anderen Universitäten sein. Zudem solle die Einrichtung „den Geist deutscher Ingenieurkunst verströmen.“

Gemeinsame virtuelle Organisationsstruktur

Sowohl in Clausthal als auch in Chengdu soll das Hochschulkolleg als institutionalisierte Einrichtung zum 1. September 2019 an den Start gehen. Beide Standorte sollen, rechtlich unabhängig, über eine gemeinsame virtuelle Organisationsstruktur verbunden sein. Das bilaterale Projekt beginnt mit drei identischen Studiengängen – Geoumwelttechnik, Informatik und Elektrotechnik – sowie einem Promotionskolleg. Wer am CDIHK studiert, erhält einen Doppelabschluss der TU und der chinesischen Exzellenzuniversität. Zum Auftakt sollen 100 Studierende aus Chengdu nach Clausthal kommen, später 150 pro Jahrgang.

„Dem CDIHK liegt die Idee zugrunde, die Wissenschaft in einem identischen Kontext voranzubringen und sich dabei interkulturell inspirieren zu lassen“, erklärte Hanschke. Der chinesischen Seite gehe es um eine hochwertige internationale Ausbildung mit dem Gütesiegel „Made in Germany“, so Vertreter der Sichuan-Universität. „Neben der Lehre wird die Forschung im CDIHK zunehmend an Bedeutung gewinnen“, ergänzte Professor Alfons Esderts, der als Vizepräsident für Forschung und Technologietransfer ebenfalls zur China-Delegation der TU zählte. So werden 40 Doktorandenstipendien in das Projekt einfließen. Die Gesamt-Investitionssumme werde zu etwa drei Vierteln von der chinesischen Seite übernommen. Für den Clausthaler Teil würden auch Fördermittel eingebracht.

Unterstützung auch aus der Wirtschaft

Zu den Unterstützern des CDIHK zählt neben dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) auch der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD). Daneben bringt sich die Wirtschaft ein: Unternehmen wie Volkswagen und Continental wollen nach Angaben der TU Clausthal Praktikumsplätze bereitstellen. Geplant sei, das Hochschulkolleg an beiden Standorten mit jeweils acht zusätzlichen Stellen auszustatten, jeweils sechs Dozenten und zwei Sprachlehrer. Hinzu kämen Stellen im China-Kompetenzzentrum der TU, das vom BMBF gefördert wird. Seit 2004 unterhält die Hochschule Beziehungen zur Sichuan-Universität.

Von Markus Riese

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