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Blick auf uralte und topaktuelle Modelle

Tag der offenen Sammlung Blick auf uralte und topaktuelle Modelle

Was die Universität Göttingen in ihren Sammlungen zu bieten hat, ist nagelneu und uralt. Am Sonntag stellten sich 22 Sammlungen vor und zeigten wissenschaftlichen Geräte, Pflanzen, Kunstwerke, mathematische Modelle, totes Holz und alte Landkarten.

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Mit Berechnung: Flächen 3. Ordnung per 3-D-Drucker modelliert.

Quelle: Brünjes

Göttingen. Wo im Stadtgebiet bunte Luftballon-Trauben wehten, war die Tür zu einer wissenschaftlichen Sammlung geöffnet. Diesmal die Innenstadt. Familie Lukat hat sich die Stationen ihres Sammlungsrundgangs notiert. Aber am frühen Nachmittag sind Hella, Hanna, Martin und Max nicht sicher, ob alles zu schaffen ist. "Wir haben schon einige Zeit in der Sammlung der Gipsabgüsse verbracht, nun geht's entweder zum Botanischen Garten oder in die SUB", sagt Martin Lukat. Wenn es in der Universität etwas zu sehen gebe, seien sie meistens dabei. Bisher oft auf dem Nordcampus, weil die Kinder Max und Hanna das geowissenschaftliche Museum und die Astrophysik mögen. Dass jede der 22 Sammlungen, die ebenso wie die Zentrale Kustodie und die Universitätsbibliothek geöffnet sind, sehenswert ist, ist für die Besucher am Sonntag keine Frage.

In der Universitätsbibliothek leitet Mechthild Schüler eine der vielen Führungen am Tag der offenen Sammlung. Die Kartensammlung ist so alt wie die Universität: 1734 wurde sie angelegt. Damals waren Landkarten kostbar und die aus der Zeit und noch älteren sind es heute noch viel mehr. "Bitte nur ansehen, nicht anfassen", mahnt Schüler. Die Universität Göttingen besitzt die drittälteste deutsche Kartensammlung. Viele Einzelblätter und Atlanten sind in Abteilung untergebracht. Auf Tischen haben Schüler und Petra Köhler besondere Exponate ausgebreitet. Darunter die älteste gedruckte Karte des Landes Hessen aus dem Jahr 1579. Mit Symbolen hat Johann Dryander damals vor allem dargestellt, was Dorf oder Stadt ausmachten.

Ballons als Erkennungszeichen: Wo sie am Sonntag wehten, war eine Sammlung der Universität Göttingen geöffnet.

Ballons als Erkennungszeichen: Wo sie am Sonntag wehten, war eine Sammlung der Universität Göttingen geöffnet.

Quelle: Brünjes

Mehr als 100 Jahre sind die mathematischen Modell alt, die im Mathematischen Institut in der Bunsenstraße zu besichtigen sind. Die Clebsche Diagonalfläche aus Gips zählt zu den Flächen 3. Ordnung. Und gleich neben der Vitrine rattert ein 3-D-Drucker, um ebenfalls solche Modelle Schicht für Schicht wachsen zu lassen. Was einfach aussieht, ist aber nur mit Berechnung auf den Weg zu bringen. "Wer die Modelle exakt formen lassen will, muss sie genau beschreiben", erklärt Thorsten Groth. Das heißt für die Druckerprogrammierung sind Formeln unerlässlich. Aber die 3-D-Modelle sind leicht und vermitteln die Flächenformung besser als ihre Vorgängermodell aus Gips. Beide Varianten sind in der Lehre an Universität und Schule im Einsatz.

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