Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -4 ° wolkig

Navigation:
Unbeantwortete Fragen

Jackson Janes beim Vortrag in der Alten Mensa Unbeantwortete Fragen

Auf die zentrale Frage seines Vortrages, welche Bedeutung die US-Wahlen für Deutschland haben, hat Jackson Janes keine eindeutige Antwort gefunden. Vor etwa 100 Besuchern analysierte der Politologe in der Alten Mensa wichtige Aspekte der Wahlen, bezog sich aber nur vage auf Europa und Deutschland.

Voriger Artikel
Technik zur Kartierung von DNA-Bereichen
Nächster Artikel
Nichts geht über Kontakte

Jackson Janes beim Vortrag in der Alten Mensa.

Quelle: Wenzel

Göttingen. Janes, der am American Institute for Contemporary German Studies der John Hopkins Universität arbeitet, sprach in seinem Vortrag der Reihe „The Battle for the White House“ des Instituts für Demokratieforschung über die großen Unterschiede zwischen Republikanern und Demokraten, zwischen Donald Trump und Hillary Clinton. „Die Wähler identifizieren sich mit der Persönlichkeit der Kandidaten“, sagte Janes, weniger mit expliziten außenpolitischen Ansichten.

Dabei verwies er auf vier gezeigte Videoclips, in denen unter anderem der Kandidat der Republikaner, Donald Trump, und Demokratin Hillary Clinton zu sehen waren. Trumps Mimik und Gestik sei überzeugend, emotional ansprechend, sagt Janes, unabhängig von den inhaltlichen Aussagen.

„Viele werden hinter Trump stehen, egal was er sagt“, so die Meinung des Wissenschaftlers, der auch im deutschen Fernsehen die transatlantischen Beziehungen zwischen USA und Deutschland kommentiert.Den amerikanischen Wählern seien die amerikanische Wirtschaft, der eigene Job und eine sichere Zukunft auch für die eigenen Kinder wichtiger als die Probleme anderer Staaten oder Klimaschutz, meint Janes. An einer Grafik zeigte er auf, dass die Mehrheit der US-Bürger glaube, dass die USA sich zu sehr um Weltprobleme kümmere, zu oft die „Weltpolizei“ spiele.

„Wenn ich in Deutschland bin, fragen viele: Wieso wählt ihr so einen Idioten wie Trump?“, erzählte Janes. Dann verweise der Politikexperte auf den „eigenen Zirkus“ der Deutschen, die AfD. Die Europäer – denn auch in anderen europäischen Ländern wie Frankreich gebe es das Problem – sollen erst einmal Fragen an ihre eigene Politik stellen, so Janes Meinung.  

Zum Abschluss seines wenig zielführenden Vortrags nannte er dann vier Fragen, die zentral für die deutsch-amerikanischen Beziehungen seien: „Wo, wieso, wann und wie brauchen wir uns im 21. Jahrhundert gegenseitig?“. Wo, wieso, wann und wie die US-Präsidentschaftswahl Deutschland direkt beeinflusse, kam in Janes Analyse leider zu kurz.

Von Hannah Scheiwe

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Uni Göttingen begrüßt zum #unistartgoe Studienanfänger