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Göttingen Tobias Moser von der UMG Göttingen ist einer von acht Leibniz-Preisträgern
Campus Göttingen Tobias Moser von der UMG Göttingen ist einer von acht Leibniz-Preisträgern
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11:36 04.03.2015
Tobias Moser Quelle: Hinzmann
Berlin

Bei der Verleihung im Leibniz-Saal der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften würdigte Prof. Peter Strohschneider die Leistungen der Preisträger. Der Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), die den Förderpeis vergibt, erzählte den Gästen des Festaktes, dass Moser (46) sich während seines Studiums in Leipzig verliebt habe – in das Innenohr.

Strohschneider ging auf die Forschung des Professors für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde ein, die sich auf die Erforschung des Innenohrs und der inneren Haarsinneszellen fokussiert. „Ein Thema, das eminente Bedeutung hat, denn dass wir alle im Laufe unseres Lebens immer schlechter hören können, hängt insbesondere mit dem zunehmenden Verlust eben jener Haarsinneszellen zusammen“, erklärte der Laudator.

Mosers Erforschung der Ribbon-Synapse erfordere exzeptionelle experimentelle und methodische Kreativität. Zudem habe der Göttinger durch die geschickte Kombination verschiedener Ansätze und Messmethoden neue Einsichten zur Rolle verschiedener synaptischer Proteine gewonnen. Strohschnieder: „Auch mit seinen Messungen der synaptischen und elektrischen Aktivität im Innenohr und mit seinen Arbeiten zur Exozytose hat er Außerordentliches geleistet. Und nicht weniger wichtig war zuletzt der von Tobias Moser erbrachte Nachweis, dass die Ribbon-Synapse konstitutiv für die synchrone Transmitterfreisetzung ist, was die Grundlage für die Lokalisation von Schall und überhaupt für unser Hören ist.“

Von den acht neuen Preisträgern kommen jeweils drei aus den Naturwissenschaften und den Geistes- und Sozialwissenschaften und zwei aus den Lebenswissenschaften. Der Leibniz-Preis wird seit 1985 verliehen und ist mit bis zu 2,5 Millionen Euro dotiert. Damit sollen nach Angaben der DFG die Arbeitsbedingungen herausragender Wissenschaftler verbessert, ihr administrativer Arbeitsaufwand entlastet und ihnen die Beschäftigung besonders qualifizierter jüngerer Wissenschaftler erleichtert werden.

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