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Tumorzellen von Hirntumoren angreifen

Kinderonkologie Tumorzellen von Hirntumoren angreifen

Zur Erforschung der Behandlung von bisher unheilbaren Hirntumoren bei Kindern hat die Universitätsmedizin Göttingen vom Verein „Menschen für Kinder“ 39000 Euro erhalten.  Das Forschungsvorhaben untersucht, ob Mutationen die aggressiven Ponsgliome verursachen.

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Quelle: EF

Göttingen. Bei den unheilbaren Hirntumoren konnte eine fast einzigartige genetische Veränderung in Genregulationsbereichen („Histon-Mutationen“) nachgewiesen werden. Diese Histon-Mutationen können zu weitreichenden Veränderungen in den Tumorzellen auf der Ebene der Genregulation führen und damit möglicherweise den besonders aggressiven Tumortyp bedingen. „In dem Forschungsvorhaben wollen wir untersuchen, welchen genauen Einfluss die spezifischen Histon-Mutationen auf das Wachstums- und Metastasierungsverhalten der Tumorzellen haben“, sagt Prof. Christof Kramm, Leiter der Abteilung Pädiatrische Hämatologie und Onkologie der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin der Universitätsmedizin (UMG). „Wir wollen sehen, ob hier bestimmte genregulatorische Proteinkomplexe eine so wichtige Rolle spielen, dass neuartige Medikamente, die hier angreifen, das Tumorwachstum und die Tumorausbreitung aufhalten können.“

Das Forschungsprojekt könnte entscheidend mithelfen, um für die bisher unheilbaren Ponsgliome einen neuen Behandlungsansatz zu entwickeln, der sich die genetischen Besonderheiten dieses Tumortyps zunutze macht. Das Projekt wird von Prof. Kramm und Dr. Maria Wiese, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Arbeitsgruppe Experimentelle Pädiatrische Neuroonkologie der UMG-Abteilung Pädiatrische Hämatologie und Onkologie der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin an der UMG, koordiniert.

 In Deutschland erkranken nach UMG-Angaben jährlich etwa 550 Kinder und Jugendliche an einem Hirntumor. Damit gehören diese Erkrankungen nach Leukämien zu den zweithäufigsten Krebserkrankungen bei Kindern und Jugendlichen.

Der Verein „Menschen für Kinder“ aus Braunfels an der Lahn (Hessen) unterstützt die Forschungsarbeit auf diesem Gebiet in der Kinderonkologie der Universitätsmedizin Göttingen (UMG). Zusätzlich zur Geldspende am Sonnabend einen Handwagen voller Geschenke mitgebracht für die Kinder auf der Kinderkrebsstation 4031 des Klinikums.

„Insgesamt haben wir in diesem Jahr rund 134000 Euro gesammelt“, so Norbert Schmidt, Schriftführer des Vereins. Die Summe wurde geteilt und an Kliniken in Leipzig, Berlin und Göttingen gespendet. Der Verein  unterstützt seit über 25 Jahren bundesweit die Belange von Kindern und Jugendlichen mit Krebserkrankungen.

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