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„Miteinander wichtiger als Gegeneinander“

„Umweltcamp 2016“ in Göttingen „Miteinander wichtiger als Gegeneinander“

Fokussiert arbeiten sie mit den Laborgeräten und Chemikalien. Die Arbeitsatmosphäre unter den 15 russischen und ukrainischen Jugendlichen im Versuchsraum des Göttinger X-Lab ist konzentriert, aber entspannt. Zwei Wochen lang lernen sie in Deutschland unterschiedliche Einrichtungen kennen.

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14 Mädchen und ein Junge untersuchen im Experimantallabor das Trinkwasser.

Quelle: Harald Wenzel

Göttingen. Mit Laborkitteln und Schutzbrillen ausgestattet, analysierten 14 Mädchen und ein Junge am Mittwoch im Weender Experimentallabor das Trinkwasser. Der Tag im Labor ist Teil ihres zweiwöchigen Stipendium-Aufenthalts. In Göttingen lernen sie gemeinsam Deutsch und besuchen an jedem Nachmittag wissenschaftliche Einrichtungen in der Umgebung. „Die Unterrichtssprache ist Deutsch“, erklärte Barbara Ritter, Dozentin und Gruppenleiterin im X-Lab. „Die Schüler hören sehr konzentriert zu, verstehen aber nicht immer alles“, sagt Ritter. Nach Angaben der Dozentin geben sie sich dennoch viel Mühe, Deutsch zu sprechen. Die Jugendlichen sind Stipendiaten im Alter zwischen 14 und 17 Jahren, die sich in Fächern aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik, den sogenannten MINT-Fächern, und in Deutsch als Fremdsprache qualifiziert haben. Sie sind Teilnehmer am Projekt „Umweltcamp 2016“, das durch eine Kooperation des Göttinger Goethe-Instituts mit den Goethe-Instituten in Kiew und Moskau entstand. „Sie machen alles sehr fleißig mit. Die Schüler sind motiviert, weil sie mit dem Stipendium schon eine Auszeichnung bekommen haben“, erzählte Ulrike Hofmann-Steinmetz, Leiterin des Goethe-Instituts in Göttingen. Das Projekt habe eine kulturpolitische Relevanz, „da die Schüler dabei lernen, dass sie als Individuum wichtig sind“, schilderte die Bovenderin. Auch das gemeinsame Arbeiten sei von großer Bedeutung, um zu erfahren, „dass das Miteinander wichtiger ist als das Gegeneinander“, so Hofmann-Steinmetz weiter.

Schwerpunkte des „Umweltcamps 2016“ sind das Anwenden der deutschen Sprache, Wissenschaft, Forschung, Technik und das Lösen ökologischer Probleme. 20 Deutsch- und MINT-Lehrerinnen begleiten die insgesamt 30 Schüler während des Projekts.

„Mir macht das Projekt Spaß. Ich mag das Lernen der deutschen Sprache“, sagte die 16-jährige Stipendiatin Anna Volkova. „Göttingen ist eine sehr schöne Stadt. Es gibt hier viele Grünflächen. Ich gehe hier gerne spazieren und shoppen“, erzählte die Ukrainerin.

Pasch-Initiative

Das „Umweltcamp 2016“ wird von der Pasch-Initiative finanziert, die 2008 von Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) gegründet wurde. Sie ist ein vom Auswärtigen Amt koordiniertes Projekt, das unter anderem vom Goethe-Institut umgesetzt und betreut wird. ?PgoetheASCH steht für „Schulen: Partner der Zukunft“. aa

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