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Genetische Sammlungen besser nutzen

Uni Göttingen an Nutztierprojekt beteiligt Genetische Sammlungen besser nutzen

Genetische Ressourcen von Nutztieren sollen besser erhalten werden. Göttinger Forscher sind an einem europäischen Verbundprojekt beteiligt, das genetische Sammlungen besser nutzen und das Management von Genbanken bei Nutztieren verbessern soll. Dafür bewilligte die Europäische Union sieben Millionen Euro.

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Das Araucana-Huhn legt Eier mit blau-grüner Schalenfarbe.

Quelle: EF

Göttingen. An dem Projekt „Innovative Management of Genetic Resources“ (IMAGE) sind 28 Partner beteiligt. Dazu zählt auch die Abteilung Tierzucht und Haustiergenetik der Universität Göttingen, die nach Angaben der Hochschule in den kommenden vier Jahren 420000 Euro erhält. „Wir werden insbesondere neue computergestützte Werkzeuge zur effizienteren Erhaltung und Nutzung der genetischen Diversität bei Nutztieren liefern“, sagt Prof. Henner Simianer, der die Göttinger Arbeitsgruppe leitet. Weiterhin ist gemeinsam mit dem Institut für Nutztiergenetik am Friedrich-Löffler-Institut in Neustadt-Mariensee ein Demonstrationsprojekt geplant, in dem gezielt eine Eigenschaft exotischer Hühnerrassen - genauer: die blau-grüne Eischalenfarbe - in Leistungslinien eingebracht werden soll. „Diese Eigenschaft soll dann als natürliches Markenzeichen, etwa für Eier aus tier- und umweltgerechter Haltung, genutzt werden“, so Simianer.

Einer der Arbeitsschwerpunkte der Abteilung Tierzucht und Haustiergenetik ist die Erforschung und Nutzung genetischer Diversität bei Nutztieren. Insbesondere neue Techniken wie Hochdurchsatz-Genotypisierungen und genomweite Sequenzierungen bieten hier neue Möglichkeiten, die funktionale genomische Diversität besser zu charakterisieren und gezielt zu erhalten und zu nutzen. Die Förderung des Projekts erfolgt durch das europäische Rahmenprogramm für Forschung und Innovation „Horizon 2020“. Im Rahmen der darin definierten gesellschaftlichen Herausforderungen wird Forschung unter anderem mit Blick auf eine nachhaltige und wettbewerbsfähige Agrar- und Lebensmittelindustrie gefördert, um eine sichere und gesunde Ernährung der europäischen Bevölkerung zu gewährleisten. jes

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