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Göttingen Uni scheitert im Exzellenz-Wettbewerb
Campus Göttingen Uni scheitert im Exzellenz-Wettbewerb
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20:49 27.09.2018
Aula der Universität am Wilhelmsplatz Quelle: Dpa
Göttingen

Schlechte Nachrichten für Göttingen: Die Universität erhält nur einen Exzellenzcluster. Damit kann die Hochschule nicht mehr am weiteren Wettbewerb teilnehmen und wieder Exzellenz-Uni werden.

Einer der wenigen positiven Aspekte am späten Donnerstagnachmittag: Für den Exzellenzcluster „Multiscale Bioimaging: von molekularen Maschinen zu Netzwerken erregbarer Zellen“ haben die Uni und deren Partner am Göttingen Campus Fördergeld einwerben können. Problem dabei: Um weiter im Wettbewerb ums Prädikat „Exzellenz-Uni“ dabeibleiben zu können, hätten mindestens zwei der vier ins Rennen geschickten Göttinger Cluster von der begutachtenden Kommission ausgewählt werden müssen. Sieger in dieser Auswahlrunde, jedenfalls im Niedersachsen-Vergleich, sind vor allem die Standorte Hannover und Braunschweig.

Status als Exzellenz-Hochschule 2012 verloren

„Extrem bitter“ – das ist die erste Reaktion von Uni-Präsidentin Ulrike Beisiegel. In einer Pressenotiz der Uni wird sie später so zitiert: „Dies ist ein sehr bitterer Moment für die Universität Göttingen und für mich als Präsidentin. Es ist extrem bedauerlich, dass sich nur ein Cluster in dem Wettbewerb durchsetzen konnte. Diesem und allen daran beteiligten Kolleginnen und Kollegen einen herzlichen Glückwunsch.“ Welche Folgen die Entscheidung der Exzellenzkommission für die Uni Göttingen hat? „Kein Antrag auf Exzellenz-Uni“, antwortet Beisiegel darauf. Außerdem: „Reputationsverlust und ein Verlust an Geld.“ 2012 – zu Beginn der Amtszeit Beisiegels – hatte die Universität Göttingen ihren Status als Exzellenz-Hochschule verloren. Eine Herausforderung, der sich die Uni-Präsidentin sehr früh nach ihrem Amtsantritt stellen musste.

Wie es nun weitergeht? Uni-Präsidentin Beisiegel will am eingeschlagenen Weg festhalten. Die Strategie stimme, jetzt gehe es darum, unter den neuen Vorzeichen am Konzept zu arbeiten. Zur Strategie gehören die Stärkung herausragender Forschung, ein Schwerpunkt auf der Lehre und die Öffnung der Universität. Außerdem: „Ich werde in aller Ruhe Schlüsse für mich ziehen“, formulierte Beisiegel nach Bekanntwerden der Auswahlergebnisse. Am Freitag stehe zunächst einmal eine Sitzung des Präsidiums an. Sie fühle sich in der Verantwortung, an einem neuen Konzept mitzuarbeiten. Die Strategie stehe ja. Dabei gehe es darum, die Kritik aufzunehmen und zu analysieren, warum nur einer von vier Clustern ausgewählt worden sei. „Das sind alles sehr gute Anträge“, und fügt an: „Ein ganz, ganz großes Dankeschön an alle.“ Viele hätten sich eingesetzt und unterstützt, nicht nur an der Uni und bei den Partnern am Göttingen Campus, sondern aus der gesamten Region. Ulrike Beisiegels Fazit nach der bitteren Nachricht: „Wir sind gut. Wir müssen weitermachen.“

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Von Christoph Oppermann

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