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Uni Göttingen plant interreligiösen "Raum der Stille"

Besinnungsort für alle Studierenden und Beschäftigten Uni Göttingen plant interreligiösen "Raum der Stille"

Die Universität Göttingen wird für ihre Studierenden und Beschäftigten im Zentralen Hörsaalgebäude (ZHG) einen interreligiösen „Raum der Stille“ einrichten. Der Raum soll keine fest installierten religiösen Symbole beinhalten und damit den Mitgliedern unterschiedlicher Religionsgemeinschaften die Möglichkeit bieten, zu individueller und gemeinschaftlicher Besinnung zusammenzukommen.

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Die Universität Göttingen wird für ihre Studierenden und Beschäftigten im Zentralen Hörsaalgebäude (ZHG) einen interreligiösen „Raum der Stille“ einrichten.

Quelle: dpa (Symbolfoto)

Göttingen.  Beim Raum der Stille handelt es sich um ein gemeinschaftliches Projekt der Universität mit der Evangelischen Studierenden- und Hochschulgemeinde Göttingen, der Katholischen Hochschulgemeinde Göttingen, der Evangelisch-Reformierten Gemeinde Göttingen, der Liberalen Jüdischen Gemeinde Göttingen und der Türkisch-Islamischen Gemeinde zu Göttingen (DITIB).

Vorschläge für vergleichbare Ruhe- beziehungsweise Gebetsräume hatten auch Studierende im Jahr 2012 im studentischen Ideenwettbewerb der Universität Göttingen eingereicht. Ein Künstlerwettbewerb zur Raumgestaltung beginnt noch im Januar.

„Mit diesem Projekt wollen wir unseren Studierenden und Beschäftigten ermöglichen, im zunehmend verdichteten Wissenschafts- und Studienalltag Ruhe und Besinnung zu finden und ihre Religion ausüben zu können“, erläutert Prof. Dr. Hiltraud Casper-Hehne, Vizepräsidentin für Internationales der Universität.

„Darüber hinaus wollen wir damit auch einen intensiven interreligiösen Dialog fördern. Schon die gemeinsame Projektentwicklung geschah in einer Atmosphäre des gegenseitigen Respekts und hat gezeigt, dass die Religionsgemeinschaften in Göttingen in einem guten Dialog stehen.“

Im Konzept der Kooperationspartner für den „transzendentalen Raum“ ist für jede Religionsgemeinschaft ein spezieller Wandschrank vorgesehen, in dem die nötigen religiösen Gegenstände und heilige Schriften gelagert werden können, wie beispielsweise Gesangbuch, Bibel, Koran, Thora oder Gebetsteppich.

Die für das Gebet nötige Himmelsrichtung von Mekka oder Jerusalem kann über einen Kompass bestimmt werden. Finanziert wird der Umbau von allen beteiligten Gemeinschaften. Die Hanns-Lilje-Stiftung fördert den Künstlerwettbewerb mit 6.000 Euro.

Durch die fortschreitende Internationalisierung der Universität Göttingen ist die Hochschule nicht nur durch eine Vielfalt der kulturellen Prägungen der Studierenden und Beschäftigten gekennzeichnet, sondern auch durch eine zunehmende Pluralität der Religionen.

Der Anteil ausländischer Studierender liegt derzeit bei 12,2 Prozent, der des ausländischen akademischen Personals bei 11 Prozent. Entsprechend studieren und lehren heute neben Angehörigen der christlichen Kirchen auch Angehörige jüdischen, muslimischen, hinduistischen, buddhistischen und anderen Glaubens in Göttingen. Dieser Diversität möchte die Universität auch mit dem Raum der Stille gerecht werden. Der Raum soll im Laufe dieses Jahres eröffnet werden.

pug

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