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Göttingen Integration durch Spaß-Fußball
Campus Göttingen Integration durch Spaß-Fußball
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11:54 14.05.2018
Das Team „connAction“ tritt in der Uni-Liga Göttingen an. Quelle: r
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Göttingen

Seit dem 18. April läuft die aktuelle Spielzeit der Göttinger Uni-Liga. Jeden Mittwoch werden auf dem Gelände des Hochschulsports der Universität Göttingen zwei Gruppenspieltage absolviert. Der letzte Gruppenspieltag ist für den 23. Mai geplant; an diesem Tag gibt es auch noch einen Puffer für eventuelle Nachholspiele, bevor die K.O-Phase beginnt.

Wiege des studentischen Kleinfeldfußballs

Die Uni-Liga Göttingen gilt als Wiege des studentischen Kleinfeldfußballs. Deutschlandweit sind inzwischen mehr als 10000 Aktive an 22 Standorten dabei. Im Vordergrund soll der Spaß stehen – und das soziale Miteinander. Ein Musterbeispiel dafür liefert das in Göttingen spielende Team „ConnAction“, das zur Hälfte aus Studierenden und Geflüchteten besteht. Team-Koordinator Lennard Gast stand für ein kurzes Interview bereit.

Lennard, für alle, die euch noch nicht kennen: Was ist „ConnAction“, und was tut ihr genau?

Lennard Gast: „ConnAction“ ist eine Hochschulgruppe der Universität Göttingen mit dem Ziel, Geflüchtete durch Sport und Bewegung zu integrieren. Dementsprechend versuchen wir im Rahmen unserer Möglichkeiten regelmäßig Angebote zu schaffen, um den interkulturellen Austausch zwischen Geflüchteten und Studierenden zu fördern.

Ihr spielt nun zum vierten Mal Uni-Liga. Wie kam es dazu?

Gast: Für uns ist die Uni-Liga ein regelmäßiges Projekt, welches sich seit Längerem gut bewährt hat und auch bei den Geflüchteten sehr gut ankommt. Außerdem erfahren wir von Seiten der Uni-Liga finanzielle und organisatorische Unterstützung, welche unsere Arbeit spürbar erleichtert und fördert.

Wie setzt sich das Team zusammen?

Unser Team setzt sich in der Regel zur einen Hälfte aus Studierenden und zur Anderen aus Geflüchteten zusammen. Wir legen viel Wert darauf, dass alle Spieler zu gleichen Anteilen Spielzeit bekommen.

Inwiefern findet durch die Teilnahme Integration der Geflüchteten statt?

Kleinfeldfußball ist ein enorm schnelles Spiel, und entsprechend spielt der Aspekt der Kommunikation eine entscheidende Rolle. Wir müssen viel miteinander reden, um uns auf dem Platz abzustimmen. Erfolge können nur durch eine geschlossene Teamleistung und ein hohes Maß an gegenseitigem Vertrauen erzielt werden. Außerdem veranstalten wir im Anschluss der Spieltage gerne gemeinsame Grillabende.

Wie sind die Reaktionen der gegnerischen Teams, gibt es da Besonderheiten oder sind auf dem Platz alle gleich?

Durch die mittlerweile vierte Teilnahme sind wir vielen Teams bekannt, und die Reaktionen sind durchweg positiv. Alle Spieler werden auf und neben dem Platz stets respektvoll und gleich behandelt.

Wie läuft es derzeit sportlich bei euch?

Die sportliche Situation ist mit Sicherheit noch ausbaufähig. Dennoch können wir bis jetzt auf eine konstante Saison zurückblicken und unser Ziel, die Play-Downs, ist in greifbarer Nähe.

Mehr zur Göttinger Uni-Liga auf uniliga.de/goettingen, im GT-Sportbuzzer auf gt-sportbuzzer.de und mittwochs in der Anzeigenzeitung „Blick“.

Von Markus Riese und Christoph Köchy

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