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Unis entwickeln Standards zur Sprachförderung

Flüchtlinge Unis entwickeln Standards zur Sprachförderung

Das niedersächsische Projekt „Studierende unterstützen Flüchtlinge beim Spracherwerb“ wird wissenschaftlich begleitet: Die Universitäten Göttingen, Hildesheim und Lüneburg wollen daraus Standards für die Qualifizierung im Bereich der Sprachförderung ableiten und digitale Lehrveranstaltungen entwickeln.

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Im August informierte sich Wissenschaftsministerin Gabriele Heinen-Kljajić über das Programm "Studierende unterstützen Flüchtlinge beim Spracherwerb" an der Universität Göttingen und besuchte den Unterricht.

Quelle: pug

Göttingen. Das neue Pilotprojekt ist Bestandteil des niedersächsischen Verbundprojekts „Umbrüche gestalten“, an dem alle lehramtsausbildenden Hochschulen des Landes beteiligt sind. „In der Flüchtlingsfrage geht es nicht um Wettbewerb im Hochschulwesen, sondern darum, dass die niedersächsischen Hochschulen eng zusammenarbeiten, im Interesse der Qualität der Ausbildung und der Flüchtlinge“, so Prof. Hiltraud Casper-Hehne, Vizepräsidentin für Internationales der Universität Göttingen und Projektleiterin von „Umbrüche gestalten“. Das vierköpfige Projektteam besteht aus den Prof. Viola Georgi ( Hildesheim), Prof. Astrid Neumann (Lüneburg), Andrea Bogner und Haymo Mitschian (beide Göttingen).

 

Das vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) geförderte Projekt „Studierende unterstützen Flüchtlinge beim Spracherwerb“ beruht auf dem Konzept des Service Learning. Hierbei setzen Studierende ihre theoretischen Kenntnisse bereits während des Studiums ehrenamtlich in die Praxis um, erwerben dabei Kompetenzen in der interkulturellen Sprachenvermittlung und erhalten dafür Credits an ihrer Universität. Die dafür entwickelten Angebote im Bereich der neuen Medien – unter anderem Online-Vorlesungen, Seminare, Webkonferenzen oder Module zur selbstgesteuerten Lernkontrolle – können den Hochschulen beispielsweise über das niedersächsische Verbundprojekt eCult und die Plattform Stud.IP zur Verfügung gestellt werden. Im neuen Projekt sollen zunächst die notwendigen Inhalte und mediendidaktischen Konzepte für ein derartiges gesamtniedersächsisches Programm entwickelt und abgestimmt werden.

 

An der Universität Göttingen gab es nach eigenen Angaben der Hochschule für das ursprünglich für 30 Studierende ausgelegte Programm binnen kürzester Zeit 260 Anmeldungen. In der ersten Phase wurden 95 Studierende aufgenommen, die bereits grundlegende Kompetenzen im Bereich der Sprachenvermittlung aus der „Zusatzqualifikation Interkulturalität und Mehrsprachigkeit / Deutsch als Fremd- und Zweitsprache (ZIMD)“ mitbringen. Sie wurden mit Beginn des Wintersemesters 2015/2016 in interdisziplinären Workshops auf ihre Tätigkeit vorbereitet und engagieren sich nun im Deutschunterricht und als Sprachcoaches im Gasthörerprojekt der Universität, unterstützen Lehrende in Sprachlernklassen und gestalten Lese- und Schreib-AGs. jes/eb

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