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Göttingen Fassade der Alten SUB bröckelt
Campus Göttingen Fassade der Alten SUB bröckelt
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14:59 27.08.2018
Fassade der Altes SUB bröckelt Quelle: Peter Krüger-Lenz
Göttingen

In der Ecke rechts neben dem Eingang liegen kleine steinerne Bröckchen, die sich aus der Fassade gelöst haben. Von unten sieht es so aus, als ob sie von der Kante eines Simses abgebrochen sind. Weitere rechts weist der Sims weitere Fehlstellen auf. Unter den schadhaften Stellen flattert ein rot-weißes Absperrband. „Kleine Teile lösen sich aus der Fassade“, erklärt Rainer Bolli, der Leiter des Gebäudemanagements der Universität. Die Ursache sei bislang noch unklar. Die beauftragte Untersuchung soll Klarheit bringen.

Bröckeln am Gebäudesockel sei relativ unproblematisch sagt Bolli. Früher seien Schäden dort mit sogenannter Steinersatzmasse repariert worden, erläutert er. Das halte auf Dauer nicht, wegen der unterschiedlichen Dichte der dort verbundenen Materialien. Als Ursache für ein Bröckeln weiter oben an der Fassade könnten nachträgliche Einbauten infrage kommen, spekuliert Bolli. Doch „wir müssen sehen, was da sonst noch los ist.“

Im Zweiten Weltkrieg zerstört

Die Alte SUB wurde nach dem Abriss älterer Universitätsgebäude zwischen 1878 und 1882 an der Ecke der heutigen Prinzenstraße/Papendiek errichtet. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde ein Westflügel angebaut. Im Zweiten Weltkrieg zerstört, wurde die SUB zwischen 1945 und 1949 wieder aufgebaut. Mit der Eröffnung des Neubaus auf dem Campus der Universität im Jahr 1992 veränderte sich der Zweck des innerstädtischen Gebäudes. Heute ist es Zentrum für die historischen Bestände und die Sondersammlungen der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek.

Eine weitere Baumaßnahme aufgrund eines Schadens ist die Georgia Augusta bereits angegangen, teilt die Universität auf Anfrage mit. So gebe es eine Instandsetzung an der Dachkonstruktion des Gebäudes des Theologischen Stifts, Geiststraße 9. Am Donnerstag, 16. August, sei dort abends ein Schaden am Dach entdeckt worden. Eine Vor-Ort-Kontrolle unter Anwesenheit von Polizei und Feuerwehr habe ergeben, dass sich der Traufkasten, die Brettschalung an der Traufe des Daches, von der Fassade gelöst habe und dadurch Ziegel- und Mörtelstücke herabgefallen seien. Lose Teile seien entfernt worden, der Bürgersteig abgesperrt und gesichert. Weitere Vor-Ort-Kontrollen an den Folgetagen hätten ergeben, dass sich die Holzkonstruktion im Traufbereich weiter löse. Deshalb sei am Sonnabend, 18. August, der betroffene Traufbereich entfernt worden, sodass eine Gefährdung ausgeschlossen werden könne. Jetzt werde die Traufschalung in einer Länge von rund acht Metern instandgesetzt. Dazu hat das beauftragte Unternehmen bereits ein großes Gerüst an der Fassade errichtet.

Als Universitätskrankenhaus erbaut

Das heutige Theologische Stift wurde zwischen 1846 und 1850 als Universitätskrankenhaus erbaut. Von 1891 bis 1977 beherbergte es das Pharmakologische Institut. Seit 1983 wird es als Theologisches Stift betrieben. Studenten wohnen darin.

Von Peter Krüger-Lenz

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