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Göttingen Universität Göttingen: Genetiker und Krebsforscher Prof. Engel gestorben
Campus Göttingen Universität Göttingen: Genetiker und Krebsforscher Prof. Engel gestorben
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17:07 11.12.2015
Prof. Wolfgang Engel Quelle: EF
Göttingen

 Zweieinhalb Amtsperioden war er Dekan und hat nach UMG-Angaben in dieser Zeit einen maßgeblichen Strukturwandel der medizinischen Fakultät eingeleitet. In Anerkennung seines persönlichen Engagements für die wissenschaftliche Ausbildung von 24 mongolischen Studenten erhielt der Professor im Jahr 2008 die Ehrendoktorwürde der Nationaluniversität der Mongolei.

Schwerpunkte der Forschung von Engel waren die molekulargenetische Analyse der männlichen  Keimzellentwicklung und die Erforschung von Ursachen männlicher Unfruchtbarkeit. Schon früh setzte Engel knock-out- und transgene Mäuse für die Entwicklungsgenetik ein. Als Initiator und Sprecher des Sonderforschungsbereichs „Molekulare Genetik morphoregulatorischer Prozesse“ (SFB 271) gelang es ihm in den Jahren 1994 bis 2002, die Forschung im Bereich der Entwicklungsbiologie am Campus Göttingen stärker zu vernetzen und zu schärfen. Mit Forschungsergebnissen zur Entwicklung von induzierten pluripotenten Stammzellen aus spermatogonialen Stammzellen erlangten Engel und sein Team im Jahr 2006 internationale Aufmerksamkeit. Ein weiterer wissenschaftlicher Schwerpunkt lag auf der Suche nach Grundlagen für geeignete therapeutische Strategien für neurologische und kardiovaskuläre Erkrankungen. Darüber hinaus befasste sich Engel mit der Erforschung der molekularen und zellulären Grundlagen zur Entstehung von Krebs, insbesondere von Prostatakrebs, Brustkrebs und Darmkrebs.

In der Krankenversorgung konzentrierten sich die Aktivitäten des Instituts für Humangenetik besonders während der 1970er- und 1980er-Jahre auf die genetische vorgeburtliche Beratung von betroffenen Familien. Hier setzte Humangenetiker Engel schon früh und konsequent auf die Einführung der DNA-Diagnostik und die Umsetzung einer neuen Kultur der genetischen Beratung. Er förderte die Erarbeitung von gentechnischen Methoden für die pränatale und postnatale Diagnostik von Erbkrankheiten.

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