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Universität Göttingen: Genetiker und Krebsforscher Prof. Engel gestorben

Bis 2014 Leiter des Instituts für Humangenetik Universität Göttingen: Genetiker und Krebsforscher Prof. Engel gestorben

Der Humangenetiker Wolfgang Engel ist im Alter von 75 Jahren gestorben. Über seine Emeritierung hinaus war er noch bis zum Jahr 2014 Leiter des Instituts für Humangenetik. Engel war seit 1977 Mitglied der Medizinischen Fakultät, teilte die Universitätsmedizin Göttingen mit.

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Prof. Wolfgang Engel

Quelle: EF

Göttingen.  Zweieinhalb Amtsperioden war er Dekan und hat nach UMG-Angaben in dieser Zeit einen maßgeblichen Strukturwandel der medizinischen Fakultät eingeleitet. In Anerkennung seines persönlichen Engagements für die wissenschaftliche Ausbildung von 24 mongolischen Studenten erhielt der Professor im Jahr 2008 die Ehrendoktorwürde der Nationaluniversität der Mongolei.

Schwerpunkte der Forschung von Engel waren die molekulargenetische Analyse der männlichen  Keimzellentwicklung und die Erforschung von Ursachen männlicher Unfruchtbarkeit. Schon früh setzte Engel knock-out- und transgene Mäuse für die Entwicklungsgenetik ein. Als Initiator und Sprecher des Sonderforschungsbereichs „Molekulare Genetik morphoregulatorischer Prozesse“ (SFB 271) gelang es ihm in den Jahren 1994 bis 2002, die Forschung im Bereich der Entwicklungsbiologie am Campus Göttingen stärker zu vernetzen und zu schärfen. Mit Forschungsergebnissen zur Entwicklung von induzierten pluripotenten Stammzellen aus spermatogonialen Stammzellen erlangten Engel und sein Team im Jahr 2006 internationale Aufmerksamkeit. Ein weiterer wissenschaftlicher Schwerpunkt lag auf der Suche nach Grundlagen für geeignete therapeutische Strategien für neurologische und kardiovaskuläre Erkrankungen. Darüber hinaus befasste sich Engel mit der Erforschung der molekularen und zellulären Grundlagen zur Entstehung von Krebs, insbesondere von Prostatakrebs, Brustkrebs und Darmkrebs.

In der Krankenversorgung konzentrierten sich die Aktivitäten des Instituts für Humangenetik besonders während der 1970er- und 1980er-Jahre auf die genetische vorgeburtliche Beratung von betroffenen Familien. Hier setzte Humangenetiker Engel schon früh und konsequent auf die Einführung der DNA-Diagnostik und die Umsetzung einer neuen Kultur der genetischen Beratung. Er förderte die Erarbeitung von gentechnischen Methoden für die pränatale und postnatale Diagnostik von Erbkrankheiten.

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