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Göttingen Jahresabschluss in der Uniaula
Campus Göttingen Jahresabschluss in der Uniaula
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20:56 06.12.2018
Präsidentin Ulrike Beisiegl mit dem Stiftungsratvorsitzenden Wilhelm Krull. Quelle: r
Göttingen

Aus der Traum von der Exzellenzuni. Die erste Runde um die Bewilligung von Exzellenzcluster hatte die Georgia Augusta noch sehr hoffnungsfroh absolviert. Von sechs eingereichten Projekten bestanden vier. 88 Anträge überstanden deutschlandweit diesen ersten Check, 50 sollten nach der zweiten Runde in die Förderung kommen. Doch die Göttinger Universität brachte nur einen Antrag durch.

Gründe für das Scheitern

Beisiegel erläuterte aus ihrer Sicht zumindest in Ansätzen Gründe für das Scheitern. Lediglich zweieinhalb Stunden seien für die Begutachtung vorgesehen gewesen. Zudem seien die Gutachtergremien sehr heterogen zusammengesetzt gewesen. Kritik übte sie auch daran, dass ein erfolgreicher Cluster nach den Statuten nicht gereicht habe, zwei halbe wie in Karlsruhe schon. Hoffnungen allerdings bereite die weitgehend positive Bewertung der abgelehnten Anträge. Lediglich einzelne Aspekte seien als negativ eingeschätzt worden.

Doch Beisiegel erinnerte auch an zahlreiche Erfolge und auch Berufungen, die die Universität am Ende des Jahres vorzuweisen habe. Ganz frisch war die Nachricht, das die beiden Göttinger Wissenschaftler Dr. Melina Schuh vom Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie und Prof. Ayelet Shachar vom Max-Planck-Institut zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften mit dem hoch angesehenen Leibniz-Preis ausgezeichnet werden. Die Preissumme: jeweils 2,5 Millionen Euro. Weitere Auszeichnungen und Förderungen zählte Beisiegel auf der Habenseite der Universität im ablaufenden Jahr. Beisiegels Fazit: „Wir dürfen über den Enttäuschungen unsere Stärken nicht vergessen.“ Der Göttingen Campus, zu dem die ausgezeichneten Wissenschaftler gehören, müsse weiterhin ausgebaut werden.

Wissen in die Gesellschaft tragen

Gute Platzierungen der Georgia Augusta in verschiedenen Rankings listete Beisiegel auf. Und eine Universität, die in der Forschung attraktiv ist, sollte auch attraktiv für Studenten sein, sagte Beisiegel. Wissen müsse aber auch in die Gesellschaft getragen werden – dem Motto auf der Gründungsmedaille der Universität verpflichtet: „Zum Wohle aller“. Hier lenkte die Präsidentin das Augenmerk auf die ausgeprägte Ausgründungskultur mit dem erfolgreichen Südniedersachsen Innovationscampus (SNIC). Erwartungsvoll blickte Beisiegel schließlich auf die Eröffnung des Forums Wissen – und auf die Nacht des Wissens am 26. Januar und den Ball, den Universität und Handwerkerschaft gemeinsam am 16. März feiern.

Von Peter Krüger-Lenz

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