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Nanjing und Göttingen eröffnen Institut

Soziale Netzwerke und Big Data Nanjing und Göttingen eröffnen Institut

Soziale Netzwerke und Big Data erforscht ein neues Institut der Universitäten Göttingen und Nanjing in China. Die Partnerhochschulen haben das Sino-German Institute of Social Computing (SGISC) gegründet, um auf dem Gebiet Forschung, akademischem Austausch und Graduiertenausbildung zu verbinden.

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Feierliche Institutseröffnung in Nanjing: Die Universitätspräsidenten Ulrike Beisiegel und Jun Chen enthüllen die Institutstafel.

Quelle: pug

Nanjing/Göttingen. Social Computing versucht, das Verständnis von sozialen Verhaltensweisen sowie menschlichen Netzwerken und Interaktionen mit Hilfe von rechnergestützten Modellen und Informationstechnologien zu beantworten. Das SGISC wurde in Anwesenheit von Prof. Jun Chen, Präsident der Universität Nanjing, und Prof. Ulrike Beisiegel, Präsidentin der Universität Göttingen, in Nanjing feierlich eröffnet. Beide erwarten, dass die Zusammenarbeit zwischen den Naturwissenschaften, Informationstechnologien, Life Science und Sozialwissenschaften neuen Schwung in die deutsch-chinesische Zusammenarbeit bringen wird. Dies schließt die gemeinsame Ausbildung von Nachwuchsforschern und gemeinsame Forschungsprojekte im Social Computing ein.

„Das Institut wird Informationstechnologie, vor allem Big-Data-Methoden, und die Integration von Domänenwissen mit theoretischen Modellen nutzen, um individuelle und soziale Verhaltensweisen zu verstehen und ihre Entwicklung in der Zukunft zu prognostizieren“, erklärte Prof. Xiaoming Fu, Leiter des SGISC Göttingen. „Die Ergebnisse können in vielen verschiedenen Bereichen wie Stadtplanung, Unternehmensführung, Finanzwirtschaft, Prävention oder Kontrolle angewendet werden.“ Prof. Sanglu Lu, Leiter des SGISC Nanjing, hob die bereits durch die Zusammenarbeit eingeworbenen Drittmittel hervor, die sowohl aus Deutschland als auch aus China stammen.

Das SGISC geht zurück auf eine engere Zusammenarbeit des Instituts für Informatik der Universität Göttingen mit Informatikern der Universität Nanjing seit 2010. Mit Wissenschaftlern aus der Soziologie, Psychologie, Biologie, Physik, den Wirtschaftswissenschaften und der Medizin fanden seitdem jedes Jahr Workshops, Seminare und Vortragsreihen statt. „Während die deutschen Forscherinnen und Forscher ihr Wissen über Modelle und Analysetechniken einbringen, kann die chinesische Seite auf ihre Erfahrung in der Analyse von Nutzerinteraktionen auf verschiedensten sozialen Plattformen zurückgreifen“, so Fu.

Die Universitäten Göttingen und Nanjing arbeiten seit mehr als 30 Jahren in Forschung und Lehre zusammen. 1989 gründeten sie das gemeinsame Deutsch-Chinesische Institut für Rechtswissenschaft, 2005 das gemeinsame Deutsch-Chinesische Institut für Interkulturelle Germanistik. Im selben Jahr unterzeichneten sie einen offiziellen universitätsweiten Kooperationsvertrag.

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