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Universitätsmedizin eröffnet Institut für Neurorehabilitationssysteme

Neueröffnung Universitätsmedizin eröffnet Institut für Neurorehabilitationssysteme

Die Universitätsmedizin Göttingen eröffnet das Institut für Neurorehabilitationssysteme. Dessen Forschung reicht von der Grundlagenforschung über Biomechanik von Bewegungen und der Untersuchung neuromuskulärer Steuerung bis zur Anpassung aktiver Prothesen an die Bedürfnisse von Patienten.

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Dario Farina leitet das neue Institut für Neurorehabilitationssysteme.

Quelle: EF

Göttingen. Geleitet wird das Institut von Prof. Dario Farina. Er hat seit 2010 eine Universitätsprofessur für Biomedizinische Neuroinformatik und -stimulation an der UMG inne und arbeitet seitdem mit seiner Arbeitsgruppe am Bernstein Zentrum für Computational Neuroscience (BCCN), Göttingen, Bernstein Fokus: Neurotechnologie (BFNT). Seine Forschung in Göttingen wurde in den letzten Jahren durch einen ERC advanced Grant umfangreich von der Europäischen Union gefördert, teilte die Universitätsmedizin (UMG) mit. Das neue Institut, das im April seine Arbeit aufgenommen hat, wird am Freitag, 4. September, in der Paulinerkirche in Göttingen eröffnet.  

Farina ist ein international anerkannter Experte auf dem Gebiet der bio-medizinischen Signalverarbeitung. Er befasst sich unter anderem mit der Entwicklung mathematischer Verfahren zur Gewinnung von Daten aus biomedizinischen Signalen, speziell der Analyse, Verarbeitung, Interpretation und Nutzbarmachung von Signalen, die im Zusammenhang mit motorischen Funktionen von der Skelettmuskulatur generiert werden. Mit seiner Forschungsgruppe entwickelt Prof. Farina Methoden zur Interaktion zwischen Mensch und Maschine unter Nutzung von Muskel-, Nerven- und Gehirnsignalen. Ziel ist es, Patienten mit motorischen Einschränkungen eine optimale Steuerung externer Vorrichtungen, wie Prothesen, zu ermöglichen.

Die Forschung am UMG-Institut für Neurorehabilitationssysteme ist translational ausgerichtet: Das Spektrum reicht von medizinischer Grundlagenforschung im Bereich der Neuroinformatik und motorischen Steuerung bis hin zu Medizinprodukten, die von Patienten im Alltag genutzt werden können. Um solche Ziele, wie die Verbesserung einer bewussten Steuerung von Prothesen aber auch eine nachhaltige Rehabilitation, zum Beispiel nach Schlaganfällen, erfolgreicher gestalten zu können, werden am neuen Institut für Neurorehabilitationssysteme sowohl die nervalen Prozesse der Muskelbewegung als auch die Biomechanik der Muskulatur und der Gelenke menschlicher Extremitäten untersucht.

Neben vielfältigen Experimenten verwenden die Forscher eine Vielzahl mathematischer Verfahren, um die komplexen Bewegungsprozesse Gesunder und Kranker zu simulieren. Der translationale Ansatz wird ermöglicht durch die Kooperation mit Partnern aus der klinischen Medizin und der Industrie, wie unter anderem mit dem Duderstädter Unternehmen Ottobock Health-Care.

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