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„Viel zu wenig Wohnraum“

SPD: Mehr Wohnheime „Viel zu wenig Wohnraum“

Die Göttinger Wohnraumsituation für Studenten sieht die SPD-Landtagsabgeordnete Dr. Gabriele Andretta als Warnsignal an die Politik, endlich zu handeln.

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Sieht Handlungsbedarf: Gabriele Andretta.

Quelle: Mischke

Göttingen. Sie bezieht ihre Kritik auf einen Tageblatt-Bericht, wonach sich laut Studentenwerk jedes Jahr  etwa 2600 Studierende um einen der 4500 Wohnheimplätze des Studentenwerks Göttingen bewerben. Nur etwa die Hälfte der Bewerber erhält einen Platz.

Mit 4500 Wohnheimplätzen verfüge das Studentenwerk Göttingen über „viel zu wenig“, meint die Abgeordnete. Besonders ausländische Studierende seien auf einen Platz im Studentenwohnheim angewiesen – aus finanziellen Gründen und auch, weil sie dort diskriminierungsfrei einen Wohnplatz finden können. Andretta kritisiert auch, dass nur jedem achten Göttinger Studierenden ein Platz in einem Wohnheim zur Verfügung steht. Entwarnung sei nicht in Sicht: Bis 2025 würden die Studierendenzahlen auf hohem Niveau bleiben.

Andretta: „Die Rekordzahlen bei den Studierenden sind nicht überraschend und politisch auch gewollt“. Doppelte Abiturjahrgänge und die steigende Studierbereitschaft seien bekannt. Die Politikerin fordert ein Bund-Länder-Programm für zusätzliche Wohnheimplätze. Sie erneuerte die Forderung ihrer Fraktion, nach dem Vorbild anderer Bundesländer auch Studentenwohnheime in den Förderkatalog des Niedersächsischen Wohnraumfördergesetzes aufzunehmen, damit studentischer Wohnraum als sozialer Wohnungsbau gefördert wird.

Darüber hinaus solle das Land zusätzliches Geld zur baulichen und energetischen Sanierung des Bestandes, aber auch zur Schaffung neuer Wohnheimplätze, in die Hand nehmen. „Einfach abzuwarten, dass sich das Problem durch Geburtenrückgang selbst erledigt, ist sozial verantwortungslos“, kritisiert Andretta.

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Linke erkundigt sich

Die Diskussion um Plätze in Studentenwohnheimen geht weiter. Patrick Humke, Göttinger Landtagsabgeordneter der Linken, hat gemeinsam mit Victor Perli eine kleine Anfrage im Landtag angekündigt. Angesichts doppelter Abiturjahrgänge und dem Wegfall der Wehrpflicht interessieren die Zahl der Anträge auf einen Wohnheimplatz zum Beginn des Wintersemesters, die Zahl der positiven Anträge und die Zahl der Ablehnungen sowie die Wartezeit für einen Platz.

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