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Volkswagen AG fördert Stiftungsprofessur an Universität Göttingen

Top-Talente für China Volkswagen AG fördert Stiftungsprofessur an Universität Göttingen

Die Volkswagen AG fördert ab dem kommenden Jahr eine Stiftungsprofessur „Modernes China mit Schwerpunkt auf global-historischen Perspektiven“ an der Universität Göttingen. Ziel der Stiftungsprofessur ist die weitere Vertiefung von China-Kompetenz in Forschung und Lehre. Das Fördervolumen beträgt jährlich 300 000 Euro für maximal acht Jahre.

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Seit gut 30 Jahren arbeitet die Universität Göttingen mit Hochschulen in China zusammen: unter anderem mit der Universität Nanjing.

Quelle: EF

Göttingen. Die Professur wird am Ostasiatischen Seminar der Universität Göttingen angesiedelt und im Anschluss an die Förderung von der Universität übernommen.

„China befindet sich seit Jahren in einem enormen Entwicklungsprozess und gewinnt international immer mehr an Bedeutung“, sagt Dr. Jochem Heizmann, Mitglied des Vorstands der Volkswagen Aktiengesellschaft für den Geschäftsbereich China sowie Präsident und geschäftsführende Vorstandsmitglied der Volkswagen Group China.

„Für eine erfolgreiche Zusammenarbeit hier und vor Ort brauchen die Top-Talente von morgen praktisch anwendbares aktuelles Wissen über dieses Land. Wir freuen uns, dass die Studierenden hier ein herausragendes Studienangebot bekommen, das Wissenschaft und Wirtschaft zu Gute kommt.“

Kompetenzzentren im Bereich der Modernen Chinaforschung

„Die Stiftungsprofessur der Volkswagen AG gibt uns die Gelegenheit, unseren besonderen Forschungsschwerpunkt zum modernen China weiter auszubauen und unseren Studierenden exzellente Chinakompetenz zu vermitteln“, sagt Prof. Hiltraud Casper-Hehne, Vizepräsidentin für Internationales der Universität Göttingen. „Damit wird die Universität Göttingen zu einem der großen Kompetenzzentren im Bereich der Modernen Chinaforschung in Deutschland.“

Der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) erklärte: „Das Engagement von Volkswagen ist eine gute Nachricht, weil der Ausbau der Kapazitäten in den Chinawissenschaften das Land Niedersachsen als führenden Forschungsstandort stärkt.“

China hat sich nicht nur politisch und wirtschaftlich, sondern auch im Bereich der Wissenschaft in den vergangenen Jahren rasant entwickelt und deutlich an internationaler Bedeutung gewonnen. „Grundlegende Voraussetzung für die künftige Zusammenarbeit Deutschlands mit China in allen Bereichen von Wissenschaft, Wirtschaft, Berufsbildung und Kultur ist ein besseres Verständnis und eine breitere Chinakompetenz“, meint Casper-Hehne.

Kooperation mit China zentraler Fokus

„Dazu müssen in Forschung und Lehre in Deutschland dringend die entsprechenden Kapazitäten geschaffen werden. Während derzeit in Deutschland rund tausend Professuren für die Forschung und Lehre zum anglo-amerikanischen Raum existieren, sind es in den Chinawissenschaften dagegen weniger als 50 Professuren.“

Die Universität Göttingen verfolgt die Strategie, die Chinakompetenz innerhalb der einzelnen Fächer auszubauen. Das Ostasiatische Seminar der Hochschule verfügt derzeit über drei, demnächst über vier Professuren. Im Rahmen des Centre for Modern East Asian Studies (CeMEAS) der Universität sind zehn Professorinnen und Professoren tätig.

Insgesamt bietet die Georgia Augusta neun chinabezogene Studiengänge an. In diesem Jahr hat sie gemeinsam mit zwei chinesischen Partnern das weltweit erste Akademische Konfuzius-Institut in Deutschland eröffnet. Im Rahmen ihrer Internationalisierungsstrategie sind Forschung und Lehre zu China und die Kooperation mit China ein zentraler Fokus, teilt die Universität mit.

Von Friedrich Schmidt

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