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Göttingen Vorsichtsmaßnahmen fürs winterliche Freizeitvergnügen
Campus Göttingen Vorsichtsmaßnahmen fürs winterliche Freizeitvergnügen
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20:57 11.01.2010
 Nur vorbereitet ins Wintervergnügen: Kinderhaut muss gut eingecremt werden. Quelle: Steiner
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Für rund 100 000 junge Menschen in Niedersachsen – überwiegend bei Mädchen und Frauen – könne es selbst im Winter nicht textilfrei genug sein. Sie setzten weiter auf tief geschnittene Hüfthosen, kurze Pullis und Jacken und riskierten, dass Rücken und Bauch auskühlen. „Cool“ auszusehen sei wichtig. Die fatalen Folgen: Aus einer harmlosen Erkältung werde schnell eine Lungenentzündung. Schmerzhafte Blasen- und Nierenerkrankungen haben zudem leichtes Spiel.

„Piercings in der Nase, am Auge oder am Bauch können bei der herrschenden Kälte zur Gesundheitsgefahr werden“, erklärt Fieback weiter. „Das Metall friert an der Haut fest. Piercings sollte man deshalb unter Null Grad auf jeden Fall herausnehmen. Sonst drohen den zarten Hautpartien um Auge, Nase oder Bauchnabel schmerzhafte Erfrierungen – bis hin zu einer schwärzlichen Verfärbung der Haut“. Kinder sollten bei Minusgraden auch keine Ohrringe tragen.

Entwarnung geben Experten dagegen bei einem anderen Thema. „Kleine Portionen Schnee essen ist für Kinder problemlos“, beruhigt Silke Willms, Ernährungswissenschaftlerin bei der Deutschen Angestellten Krankenkasse (DAK), besorgte Eltern. Denn Kinder essen Schnee gern vor lauter Freude über die weiße Pracht. Manche Eltern erfüllt dies mit Sorge, der Nachwuchs könnte an Bauchschmerzen erkranken. Doch dazu bestehe kein Grund, vorausgesetzt, es werde wenig und vor allem sauberer Schnee genascht. „Zwar entzieht Schnee ähnlich wie destilliertes Wasser dem Körper Mineralstoffe. Aber mit den Mineralien aus der Nahrung gleichen wir diesen Verlust schnell wieder aus“, erklärt Willms.

Sie rät allerdings davon ab, den Schnee vom Straßenrand oder Gehweg zu verzehren. Dort sei der Schnee häufig stark verschmutzt, sowohl durch Schadstoffe aus der Luft als auch durch Streusalz sowie Urin und Kot von Tieren – und diese Verunreinigungen können Kindern tatsächlich auf Magen und Darm schlagen.

Wichtig fürs Toben an frischer Winterluft ist die richtige Kleidung. Dabei muss der Nachwuchs nicht so dick eingepackt werden, dass er einer Kugel gleicht. „Eltern sollten ihren Kindern leichte und dennoch wärmende Skiunterwäsche anziehen, in der sich die Kinder gut bewegen können. In die Schuhe gehören Thermosohlen“, sagt Dr. Josef Kahl vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte.
Neben der Kleidung ist der wichtigste Schutz vor der Kälte die eigene Haut. Bei Kindern ist sie besonders empfindlich. Kälte vermindert die Durchblutung und reduziert die Produktion von Fett. Daher seien vor dem Gang ins Freie Gesicht und Lippen der Kinder mit reichhaltiger Fettcreme einzureiben. Gut seien Cremes mit Panthenol, Paraffin, Wollwachs oder natürlichen Ölen. Da sie sich schlecht verteilen lassen, hilft es, sie vor dem Auftragen auf die Kinderhaut in den eigenen Händen zu verreiben. Durch die Wärme werde die Creme etwas geschmeidiger.

chb

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