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Kunstquartiert ist ein Streitpunkt

Wahlprogramme der Parteien zum Thema Kulturförderung Kunstquartiert ist ein Streitpunkt

Kulturförderung in der Stadt Göttingen ist bei fast allen Parteien vorgesehen. Doch was genau haben SPD, CDU und Co. vor? Ein Blick in die Programme.

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Kulturticket für die breite Bevölkerung, Unterstützung der Theater: Kulturförderung ist für alle Parteien ein Thema.

Quelle: Christina Hinzmann

Göttingen. SPD: Die Partei steht für die Fortführung der Kooperationen mit den Göttinger Theatern, dem Symphonieorchester und den Zentren der Soziokultur und will sich für die Realisierung des Kunstquartiers und des Forum Wissen einsetzen. Das Städtische Museum soll modernisiert, die Stadthalle saniert und die finanzielle Basis der Festivals ausgebaut werden.

CDU: Die CDU möchte die Göttinger Händelfestspiele weiter fördern. Die finanzielle Ausstattung für das Städtische Museum soll gesichert werden. Es ist keine städtische Beteiligung am Betrieb des geplanten Kunstquartiers gewollt. Insbesondere dürfe dadurch keine Benachteiligung anderer Einrichtungen eintreten. Außerdem will die CDU die Universität beim Haus des Wissens unterstützen.

Grüne : „Wo beispielsweise das Kunst-Quartier entsteht, sollte kein Spielplatz vernichtet werden, ohne dass an anderer Stelle ein neuer geschaffen wird“, so die Meinung der Grünen. Sie wollen, Raum für Subkulturen in Form von Übungsräumen, Kulturzentren etc. schaffen und eine „Freie Spitze“ finanzieller Mittel, um kleine Kulturprojekte zu fördern.

FDP: Die Partei fordert: die Einrichtung von Ausstellungen in öffentlichen Gebäuden für lokale Kulturinitiativen, die Schaffung einer App, um leerstehende, private Flächen für Kulturangebote nutzbar zu machen, ein Angebot nach Vorbild des studentischen Kulturtickets für die breite Bevölkerung und längere Öffnungszeiten für den Weihnachtsmarkt.

Antifaschistische Linke Göttingen: Die Partei fordert, Restkarten des Deutschen und Jungen Theaters kurz vor Beginn kostenlos an Empfänger staatlicher Transferleistungen abzugeben. Sie wollen keine kommunale Förderung des Literaturherbstes, dafür eine stärkere Förderung des Literarischen Zentrums, langfristige Förderungen für Göttinger Kulturzentren und das Stadtradio, eine stärkere Förderung des Rockbüros sowie von Göttingen Hardcore.

Piratenpartei: Die Piraten wollen, dass das Städtische Museums als offenes, virtuelles Museum eine Identifikationsstätte für alle wird. Sie fordern eine „5-vor-Karte“ an allen Spielstätten und Kinos, die an Bedürftige und Flüchtlinge vor Beginn kostenlos abgegeben wird. Sie kritiseren, dass das Kunstquartier keine Möglichkeiten der freien Entfaltung biete.

Wählergemeinschaft Göttinger Linke: Die Partei lehnt das Kunstquartiers ab, da sie sich für eine gerechte Förderung kleiner Kulturprojekte einsetzt. Sie befürwortet die Sanierung des Städtischen Museums und fordert, Planungssicherheit für Einrichtungen wie KAZ, Musa und Apex. Außerdem wollen sie ein Kulturticket für Geringverdiener.

Freie Wähler: „Kultur hat einen großen Stellenwert in Göttingen. Der muss erhalten bleiben“, sagt Jens Droß, Vorsitzender der Bezirksvereinigung Südniedersachsen der Freien Wähler. Die Freien Wähler legen aber eher Schwerpunkte auf Verkehr und Bildung.

ALFA: Die Partei fordert angemessen ausgestattete Bühnen- und Konzertsäle. Schulen für Musik, bildnerisches Gestalten, Tanz, Chor, Gesang und ähnliche Initiativen sollen besonders gefördert und bei der Zuteilung von Finanzen berücksichtigt werden.

Die Partei: Damit Göttingen Martin-Sonneborn-Stadt werden darf, fordert die Partei ein Holi-Festival im „eingemauerten Ostviertel“, „mehr Gras statt Grass“ und das „Grenzmuseum aufzurüsten“.

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