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Göttingen Wahrnehmung von Farben
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17:42 01.12.2009
C. Puller

Unter den Säugetieren haben nur die Primaten (Altweltaffen und Menschen) ein trichromatisches Farbensehen, was bedeutet, dass ihre Farbwahrnehmung auf drei spektral unterschiedlichen Zapfen (Rot-, Grün- und Blau-Zapfen) beruht. Alle anderen Säuger sind besitzen nur Blau-und Grün-Zapfen.

Eine bisher ungeklärte Frage ist, wie die Schaltkreise und Synapsen der Säugernetzhaut die Lichtantworten dieses neuen Rot-Zapfens aufgenommen, verarbeitet und ans Gehirn weitergeleitet haben.

Mittels immunzytochemischer Färbetechniken und der Licht- sowie der Elektronenmikroskopie untersuchte Puller, ob an der ersten Synapse der Retina, dem Zapfen-Endfüßchen, Unterschiede zwischen Primaten und anderen Säugern bestehen, die auf eine farbspezifische Verschaltung hinweisen.

Als Ergebnis der Arbeiten steht nun fest, dass sich das Zapfen-Endfüßchen der Blau-Zapfen bei allen Säugern vom Zapfen-Endfüßchen der Grün-Zapfen unterscheidet. Zusätzlich gibt es, nur bei den Primaten, eine spezielle Art von Bipolarzelle, die „Zwergbipolarzelle“, die jeweils mit nur einem Zapfen in Kontakt steht. Dieser Zelltyp übernimmt das Farbsignal des jeweiligen Rot- beziehungsweise Grün-Zapfens und leitet es über „Zwergganglienzellen“ ans Gehirn weiter.

Der Förderpreis besteht aus einem Geldpreis und ist verbunden mit einem sechsmonatigen Stipendium. Er wird am Donnerstag, 3. Dezember, um 18.15 Uhr im Hörsaal der Tierernährungsphysiologie, Kellnerweg 6 in Göttingen, verliehen.

Von cob

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