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Wechsel in der Leitung des Evangelischen Studienhauses Göttingen

Florian Wilk folgt Reinhard Kratz Wechsel in der Leitung des Evangelischen Studienhauses Göttingen

Das Evangelische Studienhaus Göttingen erhält mit dem Theologieprofessor Florian Wilk einen neuen Ephorus. Reinhard Gregor Kratz wurde nach 18-jährige Tätigkeit für den theologischen Nachwuchs der Landeskirche Hannovers aus diesem Amt verabschiedet.

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Reinhard Gregor Kratz (links), Florian Wilk

Quelle: Archiv

Göttingen. Landessuperintendent Eckhard Gorka (Hildesheim) als Vorsitzender des Kuratoriums würdigte die Verdienste von Kratz um das Studienhaus (ESHG) mit den Worten: „Wir danken ihm besonders seine treue Begleitung der Studierenden und seine Kreativität, für öffentliche Veranstaltungen wie der `lecture´ namhafte Referentinnen und Referenten gewonnen zu haben. Auch hat er in den letzten zwei Jahrzehnten zahlreiche kirchenpolitische Veränderungen mitgetragen.“ Prof. Kratz unterrichtet seit 1995 das Fach Altes Testament an der Theologischen Fakultät der Georg-August-Universität.

 

In die Nachfolge im Amt eines Ephorus des ESHG tritt Prof. Wilk. Gorka begrüßte dessen Berufung mit Freude, „vertritt er doch die Theologische Fakultät Göttingen auch in der Landessynode“. Gefragt, welche Schwerpunkte er setzen wolle, antwortete Wilk: „Die Verbindung von Forschung und Lehre ist mir ein besonderes Anliegen. Ich möchte mich dafür einsetzen, mit klaren Strukturen die Studierenden in ihrem Lernen zu unterstützen.“ Wilk ist seit 2003 Professor für Neues Testament an der Theologischen Fakultät der Universität Göttingen. Er ist verheiratet mit der Pastorin Eimelt Reershemius-Wilk und Vater zweier Kinder.

 

Ein letztes Mal predigte Oberlandeskirchenrat Michael Wöller aus Hannover in der Universitätskirche. Er ist als Referatsleiter im Landeskirchenamt zuständig für die theologische Ausbildung und geht demnächst in Ruhestand. Seine Aufgaben übernimmt Helmut Aßmann, der bisherige Superintendent im Kirchenkreis Hildesheim-Sarstedt. Der Landessuperintendent bedankte sich bei Wöller für 21 Jahre Wirken für die Belange der Theologischen Fakultät. Er habe ja „auch alle Aggregatszustände des ESHG, also Glanz und auch Elend dieser Einrichtung, erlebt und in Liebe zur Theologie sich immer für Besonnenheit und Ausgleich eingesetzt“, so Gorka. Das ehemalige `Gerhard-Uhlhorn-Konvikt´ hatte mehrmals den Standort in Göttingen gewechselt und hat nun seine Bleibe in der Innenstadt in Nähe zum Deutschen Theater gefunden.

 

 Wöller betonte in seiner Predigt in Anlehnung an Studien des amerikanischen Soziologen Ray Oldenburg über die drei Beheimatungen („places“) des Menschen, auch ein Wohnprojekt für Studierende wie das ESHG sei ein so genannter „dritter Ort“. Hier werde Menschen „neben Familie und Arbeitsplatz ein Stück Zuhause angeboten“. Hier könne „die Zugehörigkeit zu Gott zur Sprache kommen und der Horizont des Denkens sich weiten“. Die Beheimatung in Gott lasse Menschen aufbrechen und „Weltbürger werden, die Anteil nehmen am Schicksal heimatloser Flüchtlinge“.

Weitere Veränderungen hat es in der Theologischen Fakultät gegeben: die Repetentinnen Anna-Maria Klassen und Nadine Hartmann beendeten ihren Dienst. Neu begonnen haben Repetentin Marie Hecke und Repetent Maximilian Baden. Hecke interessiert sich in ihren Studien besonders für den christlich-jüdischen Dialog und die Theologie nach Auschwitz. Baden untersucht in einem empirisch-theologischen Projekt die Studienmotivation und das Bild des Pfarrberufs bei Studienanfängerinnen und –anfängern an deutschsprachigen theologischen Fakultäten. Neu als Sprachdozent an der Theologischen Fakultät ist Dr. Frank Pritzke, zuvor Pastor in Hahnenklee. eb

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