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Göttingen Weihnachtsgebäck: Bewusst und in Maßen genießen
Campus Göttingen Weihnachtsgebäck: Bewusst und in Maßen genießen
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20:06 07.12.2009
Lecker auch mit weniger Zucker: Selbstgebackene Plätzchen. Quelle: Hinzmann
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„Naschen ist durchaus erlaubt“, sagt Maike Schmidt, Ernährungswissenschaftlerin bei der Techniker Krankenkasse (TK). „Dabei gilt: bewusst und in Maßen genießen! Wenn man gemütlich bei einer Tasse Tee und Kerzenschein sitzt, schmecken drei kleine Plätzchen besser als eine ganze Tüte Weihnachtsgebäck auf die Schnelle zwischendurch.“ Richtig zubereitet, dürfen zudem durchaus auch Allergiker und Diabetiker zum Adventskeks greifen.

Bei vielen Rezepten lasse sich der Zuckeranteil um etwa ein Drittel reduzieren (zum Beispiel anstatt 150 Gramm nur 100 Gramm Zucker), ohne dass der gute Geschmack leide, so die Ernährungsberaterin. Fruchtzucker ist – anders als bislang angenommen – keine Alternative. Auch Diabetikern wird Fruchtzucker nicht mehr empfohlen. Denn zu viel Fruktose kann sich negativ auf den Stoffwechsel auswirken und der Gesundheit schaden. Eine süße Note können auch Gewürze wie Anis oder Trockenfrüchte verleihen.

Meist sei es auch möglich, weniger Butter oder Margarine zu nehmen als angegeben. Ein Teil Butter könne durch Buttermilch ersetzt werden. Fette lassen sich auch gegen Pflanzenöle austauschen (statt 100 Gramm Butter oder Margarine 80 Gramm Öl). Wer auf seinen Cholesterinspiegel achten muss, könne zu Rapsöl greifen, das von Natur aus cholesterinfrei ist, oder fettarmes Gebäck wie Makronen und Pfeffernüsse wählen, so Schmidt. Das Backblech mit Backpapier auszulegen statt einzufetten, spareebenfalls Fett.

Wer Schokolade als Zutat benötigt, sollte zu den bitteren Sorten mit hohem Kakaoanteil greifen. Denn Kakao enthält Kalium, Magnesium und Vitamin E, stärkt die Blutgefäße und stimuliert den Kreislauf.

Obst und Nüsse seien eine Alternative zum Gebäck. „Äpfel pur sind kalorienarm und liefern wertvolles Vitamin C und Kalium, der Ballaststoff Pektin wirkt verdauungsfördernd“, erklärt Schmidt. Nüsse haben zwar einen hohen Kaloriengehalt, punkten aber aufgrund ihrer einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren.

Allergiker können bestimmte Zutaten, die als häufige Allergieauslöser gelten, austauschen – beispielsweise Nüsse durch Kokosraspeln, feine Haferflocken oder Sesam, Weizenmehl durch Dinkel-, Mais- oder Buchweizenmehl. Wer keine Kuhmilch verträgt, kann stattdessen Wasser, Soja- oder Reismilch verwenden. Wer ein Ei ersetzen möchte, kann dafür zwei Esslöffel Wasser, einen Esslöffel Pflanzenöl und einen halben Teelöffel Backpulver mischen. Vorsichtig sollten Allergiker bei Gewürzen sein. Vor allem Mischungen wie Lebkuchengewürz können Bestandteile enthalten, auf die Allergiker reagieren. Auch von Fenchel, Anis und Koriander ist bekannt, dass sie Allergien auslösen können.

chb

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