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Wertvolle Rohstoffe in der Tiefsee

Meeresgeologie Wertvolle Rohstoffe in der Tiefsee

Von der Tiefsee versteht man weniger als vom Mond: Damit erläuterte Prof. Gerold Wefer von der Universität Bremen zu Beginn seines Vortrags bei der Akademiewoche die Ausgangssituation, mit der seine wissenschaftlichen Kollegen und er konfrontiert sind. Bei ihren Forschungen und im Vortrag geht es um „Marine Rohstoffe: Neue Technologien und Perspektiven“.

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„Schwarzer Raucher“ in der Tiefsee: Phänomen auf dem Meeresboden und Hinweis auf Rohstoffe.

Quelle: Marum/Universität Bremen

Göttingen. Eine skurrile Welt dunkel rauchender Schlote aufgezeichnet in HD-Qualität von einem autonomen Wasserfahrzeug mit Kameras, das zeigte der Geologe seinem Publikum in einem kurzen Film. Die Bilder aus den Tiefen der Ozeane sind faszinierend, und daher denken die Wissenschaftler bei ihren Studien auch gleich deren öffentlichkeitswirksame Kommunikation mit.

Die „Black Smoker“ genannten Schlote stehen stellvertretend für unterschiedliche Phänomene in den Ozeanen, die in Verbindung mit wertvollen Rohstoffen von Erdöl über Methan bis hin zu seltenen Erzen und Diamanten stehen. Große Teile der Tiefsee sind beispielsweise von Manganknollen und –krusten überzogen, in denen sich unterschiedliche Metalle finden, die für moderne industrielle Produkte wesentlich sind. Wie immer bei Profit versprechenden Erkenntnissen sind auch hier interessierte Firmen nicht fern.

Die Aussichten auf unvorstellbar große Mengen wichtiger Rohstoffe sind rosig; im Umkehrschluss steigen mit jeder Erkundung durch die Wissenschaft aber auch die Risiken einer verantwortungslosen Ausbeutung dieser Schätze mit unermesslichen Folgen für die Umwelt. Schon wird die Möglichkeit untersucht, so berichtete Wefer, in marinen Lagerstätten Methan abzubauen und im Austausch Kohlendioxid in die Lagerstätten zu pressen, eine Methode die unter dem Kürzel CCS (Carbon dioxid Capture and Storage) an Land derzeit heftigst umstritten ist.
Bei allen dargestellten Risiken verstand es der Referent jedoch vor allem, die Vielfalt und den Reichtum der marinen Landschaften zu illustrieren. Damit machte er Lust auf die Beschäftigung mit weiteren wissenschaftlichen Untersuchungen der Tiefsee.

Mit dem Vortrag „Wofür brauche wir die biologische Vielfalt? Biodiversität und globaler Wandel“ von Prof. Joachim Reitner, Göttingen, endet die Akademiewoche 2012 am Donnerstag, 6. September.  Er beginnt um 18.15 Uhr im Alten Rathaus, Markt 9.

Von Isabell Trzeciok

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