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Göttingen Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts erhalten 2,5 Millionen Euro
Campus Göttingen Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts erhalten 2,5 Millionen Euro
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00:27 12.04.2018
Marina Rodnina und Reinhard Jahn Quelle: r
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Göttingen

Mit dem ERC Advanced Grant werden Forscher ausgezeichnet, die bereits wichtige wissenschaftliche Erfolge erzielt haben und in diesem Bereich ein neues Projekt angehen wollen. Rodnina untersucht die Funktionsweise von Ribosomen. Bei Ribosomen handelt es sich um die Proteinfabriken lebender Zellen. Proteine sind nach Angaben in der Pressemitteilung des Max-Planck-Instituts an fast allen Vorgängen in lebenden Zellen beteiligt. Ribosomen verknüpfen verschiedene Aminosäuren mit einander, so dass ein funktionsfähiges Protein entsteht. Fehler in diesem Prozess seien häufig Ursache für Krankheiten. Beispiele hierfür seien Alzheimer und Parkinson. „Es gibt noch eine große Lücke in unserem Wissen, wie die neu hergestellten Proteine ihre Funktionsfähigkeit erreichen“, berichtete Rodnina. Die Faltung vieler zellulärer Proteine beginne bereits, während das Ribosom noch dabei sei, deren Aminosäureketten zusammenzusetzen. Mit dem Geld aus dem ERC Advanced Grant möchte Rodnina mit ihrem Team in Echtzeit untersuchen, wann, wo und wie sich Proteine am Ribosom falten.

Die Kommunikation von Nervenzellen untersucht Reinhard Jahn. Damit Nerven- oder Muskelzellen „Nachrichten“ empfangen können, werden die Signale über spezielle Botenstoffe verschickt. Diese seien Portionsweise verpackt und lägen im Inneren der Nervenzelle bereit. Sobald über ein elektrisches Signal angezeigt werde, dass eine Nachricht übermittelt werden soll, würde ein Teil der Botenstoffe mit der Zellmembran verschmelzen. Die Zelle, die die Nachricht empfange, reagiere auf den Botenstoff. Jahn möchte mit den 2,5 Millionen Euro unter anderem untersuchen, warum die Botenstoffe nicht unkontrolliert ausgeschüttet werden.

Von Vera Wölk

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