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Wissenschaftspreis für Neurobiologen

Balzan-Preis geht an Göttinger Wissenschaftspreis für Neurobiologen

Eine der weltweit bedeutendsten und höchstdotierten wissenschaftlichen Auszeichnungen geht in diesem Jahr nach Göttingen. Der Neurobiologe Prof. Reinhard Jahn vom Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie erhält den Balzan-Preis im Fachgebiet „Molekulare und zelluläre Neurowissenschaften“.

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Reinhard Jahn.    

Quelle: Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie

Göttingen. Jahn werde für seine wegweisenden Untersuchungen zur Signalübertragung im Nervensystem ausgezeichnet, teilte die in Mailand ansässige Internationale Balzan-Stiftung mit.     Der Balzan-Preis wird in jährlich wechselnden Fachbereichen verliehen und ist mit 750 000 Schweizer Franken dotiert. Weitere Preisträger sind in diesem Jahr der Anglist Piero Boltani von der Universität Rom „La Sapienza“ (Vergleichende Literaturwissenschaften) und der Physiker Federico Capasso von der Universität Harvard (Angewandte Photonik). Seit 2001 müssen die Preisträger die Hälfte der Preissumme Forschungsprojekten von Nachwuchswissenschaftlern in ihrem Fachgebiet zukommen lassen.

Jahn hat bereits diverse hochkarätige Preise erhalten, unter anderem den Leibniz-Preis, den Sir-Bernard-Katz-Preis und den Wissenschaftspreis Niedersachsen. Der heute 65-jährige Zell- und Neurobiologe war nach seiner Promotion an der Universität Göttingen ab 1981 an der Yale und der Rockefeller University (USA) tätig. Danach leitete er eine Nachwuchsgruppe am Max-Planck-Institut für Psychiatrie in München. 1991 ging er wieder in die USA, diesmal als Associate Investigator und Professor für Pharmakologie und Zellbiologie an der Yale University und am Howard Hughes Medical Institute in New Haven. Seit 1997 ist Jahn Direktor am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie in Göttingen.

Mit seiner Abteilung Neurobiologie untersucht er, wie Nervenzellen miteinander kommunizieren und welche molekularen Mechanismen diesen Signalübertragungen zugrunde liegen. Diese Forschungen sind sowohl für die gesamte Zellbiologie als auch für die Medizin von großer Bedeutung.

Jahn hat sich neben seiner Forschung sehr stark für den wissenschaftlichen Nachwuchs engagiert. Er war unter anderem für die Konzeption der Göttinger Graduiertenschule für Neurowissenschaften, Biophysik und molekulare Biowissenschaften (GGNB) verantwortlich, die maßgeblichen Anteil am Göttinger Erfolg als Exzellenz-Uni hatte und neue Maßstäbe in der Graduiertenausbildung setzte. Er initiierte außerdem die erste International Max Planck Research School for Molecular Biology.           nie

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