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Wissenschaftspreis für sieben Göttinger

Land Niedersachsen zeichnet aus Wissenschaftspreis für sieben Göttinger

Zwei Wissenschaftler und fünf Studenten aus Göttingen haben am Donnerstag den Wissenschaftspreis Niedersachsen erhalten: Die Professoren Thorsten Gaertig und Holger Kreft und die Studenten Thomas Kotzott sowie als Team Franziska Ellen Dorn, Tabea Lakemann, Felix Möller und Mathis Richtmann.

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Die Preiträger.

Göttingen. Gaertig, Forscher und Dekan an der Göttinger Fakultät Ressourcenmanagement der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK), beschäftigt sich mit der Frage, wieviel Sauerstoff Baumwurzeln zum Atmen brauchen. Eines seiner Forschungsareale ist das Kunstwerk von Beuys: das Landschaftskunstprojekt „7000 Eichen -  Stadtverwaldung statt Stadtverwaltung“, bei dem der Künstler in Folge der  documenta 7 in Kassel Anfang der 1980er Jahre 7000 Bäume an Standorten unterschiedlichster Bodenbeschaffenheit gepflanzt hat.

Kreft ist seit 2009 Juniorprofessor an der Universität Göttingen. Er leitet die Free Floater Nachwuchsgruppe „Biodiversität, Makroökologie und Biogeographie“ und beschäftigt sich mit großräumigen Verteilungsmustern von Pflanzen sowie mit tropenökologischen Fragestellungen. Prof. Kreft hat zahlreiche richtungsweisende Beiträge zum Verständnis globaler Verteilungsmuster der Artenvielfalt und des Endemismus sowie zu deren Abhängigkeit von Umweltfaktoren veröffentlicht.
Physik-Student Kotzott war Initiator des Wettbewerbs „Deutsche Olympiade im Physik-Probleme-Lösen Eifrig Rätselnder Studierender (DOPPLERS)“ sowie Mitorganisator der „International Conference of Physics Students“ 2014 in Heidelberg, einer einwöchigen internationalen Konferenz für 450 Physikstudierende. Zudem arbeitete er in verschiedenen Gremien der Fakultät für Physik mit, wie zum Beispiel der Studienkommission, einer Berufungskommission sowie im Fakultätsrat.
Das Team Dorn, Lakemann, Möller und Richtmann von der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät habe langjähriges Engagement in der Hochschulgruppe „Kritische Wirtschaftswissenschaft“ gezeigt. Die Gruppe setzt sich für mehr theoretischen und methodischen Pluralismus sowie Interdisziplinarität in der ökonomischen Lehre ein. Das Team hat als Teil der Hochschulgruppe mehrere Seminare sowie im Wintersemester 2014/2015 die Ringvorlesung „Heterodoxie in der VWL“ organisiert.

Damit ergänzen sie seit mehreren Jahren das Lehrangebot in den Wirtschaftswissenschaften und fördern den kritischen Diskurs innerhalb der Fakultät. Alle vier können neben sehr guten Studienleistungen auch herausragendes Engagement durch eine selbst organisierte Lehrveranstaltung im Rahmen der Nachhaltigkeitskonferenz 2014 vorweisen.

Mit dem Wissenschaftspreis Niedersachsen würdigt das Land Personen, die neben hervorragenden Leistungen in Forschung und Lehre einen wesentlichen Beitrag zur Hochschulentwicklung in Niedersachsen erbracht haben. Zudem werden Studierende geehrt, die sich neben herausragenden Leistungen im Studium in weiteren Bereichen engagieren, beispielsweise in der studentischen Selbstverwaltung oder bei ehrenamtlichen Tätigkeiten.

Die Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Dr. Gabriele Heinen-Kljajić (Grüne) überreichte die Preise im Landesmuseum Hannover. Die Auszeichnung für Wissenschaftler ist mit 25000 Euro, die für Nachwuchswissenschaftler ist mit 10 000 Euro dotiert, der Preis für Studierende mit jeweils 2500 Euro. Die Ministerin würdigte 16 Persönlichkeiten von niedersächsischen Hochschulen: eine Professorin und einen Professor, eine Nachwuchswissenschaftlerin und einen Nachwuchswissenschaftler und zwölf Studierende aus niedersächsischen Hochschulen.

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