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Göttingen Wohnungsmarkt für Studierende bleibt angespannt
Campus Göttingen Wohnungsmarkt für Studierende bleibt angespannt
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20:00 06.09.2017
Wohnheim des Studentenwerks Göttingen Quelle: Heller
Hannover

Die Wohnsituation für Studierende bleibt einer neuen Studie zufolge auch in Niedersachsen und Bremen angespannt. Für junge Menschen werde es zunehmend schwieriger, bezahlbaren Wohnraum zu finden, teilte das Moses Mendelssohn Institut am Mittwoch in Berlin mit.

Das Institut ermittelte für 93 Universitätsstädte in Deutschland einen sogenannten „Anspannungs-Index“. Danach gestaltet sich die Wohnungssuche etwa in Oldenburg, Hannover und Osnabrück schwieriger als noch im Vorjahr. Bundesweit am schwierigsten finden angehende Akademiker in München, Hamburg und Stuttgart eine Bleibe.

In der bundesweiten Rangliste der teuersten Studentenstädte kommt Bremen auf den 21. Platz. Als erste niedersächsische Stadt folgt Oldenburg auf Platz 24. Hannover belegt Rang 33, Vechta Rang 38 und Lüneburg Rang 39. Auf Platz 45 folgt Braunschweig, auf Platz 49 Osnabrück und auf Platz 51 Göttingen. Als wenig angespannt gilt der studentische Wohnungsmarkt in Hildesheim und Wolfenbüttel.

Teils belegten niedersächsische Städte wie Lüneburg oder Göttingen zwar gegenüber dem Vorjahr einen besseren Platz, allerdings verschlechterte sich die Lage dort nur nicht so stark wie anderswo. In Vechta verzeichneten die Forscher eine gleichbleibende Anspannung des studentischen Wohnungsmarktes. In Braunschweig und Bremen sei es zu einer leichten Entspannung gekommen. Allerdings warnten die Forscher davor, von einer nachhaltigen Entwicklung zu sprechen.

Insgesamt untersucht die Studie 23 Faktoren wie die Immobilienpreise, die Preise für Zimmer in Wohngemeinschaften, die Entwicklung der Studierendenzahlen, die Bevölkerungsstruktur und die Attraktivität des Hochschul-Standortes auch für ausländische Studierende. Als günstigste Wohnform kostet den Angaben zufolge ein Zimmer in einer Wohngemeinschaft im Bundesschnitt 353 Euro. In der teuersten Stadt München werden dafür im Schnitt 570 Euro verlangt. In Cottbus gibt es WG-Zimmer bereits für durchschnittlich 208 Euro. Wer eine Wohnung für sich alleine Suche, zahle grundsätzlich mehr, hieß es.

Von lnb