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Wundheilung mit lebenden Schäumen

Förderung für Göttinger Wissenschaftler Wundheilung mit lebenden Schäumen

Ein Gemeinschaftsprojekt von Wissenschaftlern des Göttingen Campus und aus Heidelberg zur Erforschung lebender Schäume fördert die VolkswagenStiftung.

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Göttingen. Mit Geldern aus der der Initiative „Leben? - Ein neuer Blick der Naturwissenschaften auf die grundlegenden Prinzipien des Lebens“ unterstützt die Stiftung die Wissenschaftler des Projekts „Living Foams“ ab dem 1. Januar für eine Laufzeit von fünf Jahren mit insgesamt rund 1,5 Millionen Euro.

„Ziel des Göttinger und Heidelberger Vorhabens ist es, neuartige lebende Schäume zu entwickeln, die Gewebestrukturen ersetzen beziehungsweise in ihrer Funktion sogar ergänzen können“, so Projekt-Koordinator Prof. Andreas Janshoff vom Institut für Physikalische Chemie der Universität Göttingen. Grundlage dieser Schäume sind an Zellen angelehnte Kompartimente, die lebenden Zellen sehr ähnlich sind und so vielfältige Funktionen ausüben können.

„So ist beispielsweise denkbar, dass zukünftig Knochenbrüche und Wundverschlüsse durch die Verwendung von lebenden Schäumen auf Basis hochvernetzter, kommunizierender Riesenliposomen substanziell beschleunigt werden können und das Infektionsrisiko bei Wundheilungsprozessen gesenkt wird“, ergänzt Prof. Eberhard Bodenschatz vom Institut für Nichtlineare Dynamik der Universität Göttingen und Direktor am Göttinger Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation (MPIDS).

Am Gemeinschaftsprojekt beteiligen sich neben Prof. Janshoff und Prof. Bodenschatz auch Prof. Claudia Steinem vom Institut für Organische und Biomolekulare Chemie der Universität Göttingen und Dr. Marco Tarantola vom MPIDS sowie Prof. Joachim P. Spatz, Max-Planck-Institut für medizinische Forschung in Heidelberg.

Die Förderinitiative „Leben? - Ein neuer Blick der Naturwissenschaften auf die grundlegenden Prinzipien des Lebens“ der VolkswagenStiftung ist im Jahr 2015 gestartet. Ihr Ziel ist es, fundamentale Prinzipien des Lebens mit Forschungsprojekten an der Schnittstelle zwischen Natur- und Lebenswissenschaften besser zu verstehen und damit neue Perspektiven in Ergänzung zu philosophischen Aussagen über das Leben zu eröffnen. chb/r

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