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Xlab Science Festival: Festvortrag von Wahlster

Künstliche Intelligenz und ihre Möglichkeiten Xlab Science Festival: Festvortrag von Wahlster

Unter Künstlicher Intelligenz verstehen Forscher die „Realisierung von intelligentem Verhalten und den zugrundeliegenden kognitiven Fähigkeiten auf Computern“. Aus verschiedenen Perspektiven beleuchtete Prof. Wolfgang Wahlster das Thema am Montag in seinem Festvortrag des Xlab Science-Festivals.

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Nao heißen diese in Frankreich hergestellen Roboter, deren Einsatz zum Erlernen von Sprache getestet wird.

Quelle: AFP

Göttingen. So gut sei ein Abendvortrag des Science-Festivals, zu dessen zwölfter Auflage nun Wahlster referierte, noch nie besucht gewesen, hieß es in den einleitenden Worten. Dass das Thema „Künstliche Intelligenz im Alltag“ irgendwie nach Science Fiction klingt und dennoch brandaktuell ist, veranschaulichte Wahlster zunächst aus naturwissenschaftlicher Sicht. Der Direktor des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz machte deutlich: Intelligente Roboter sind „Computer mit Hand und Fuß“. Sie besitzen „Augen, Ohren und etwas Verstand“ oder seien unsichtbar und gleichermaßen „smart“ in Gebrauchsgegenstände implantiert.

Sie können den Menschen behilflich sein, in lebensfeindliche Umgebungen wie den Weltraum oder die Tiefsee vorzustoßen.

Doch auch in für Menschen wirtlichen Gebieten seien in der „Post-PC-Ära“ intelligente Minicomputer im Einsatz. Im Auto, im Flugzeug oder in der Waschmaschine vermögen zahlreiche Mini-Computer menschliches Handeln zu berechnen und zu unterstützen. Ein Roboterprogramm namens „Watson“ könne innerhalb von zwei Minuten aus Tausenden Artikeln in einer Datenbank die richtige Krebstherapie für einen Patienten finden.

Acht Jahre Zeit und 128 Forscher habe es gebraucht, um einen Sprach-Dolmetscher für Videotelefonie zu entwickeln. Aktuelle Forschungsprojekte sind Computer in der Kleidung, in Uhren, Fahrassistenzsysteme, Fahrzeuge, die sich wie Züge aneinanderkoppeln und Energie teilen – intelligent sei hierbei, dass die Computer nicht nur Algorithmen abspulten, sondern lernfähig, proaktiv und zielorientiert zugleich seien. Auf die Frage „Siri, wann fährt der nächste Zug nach Berlin?“ liefere ein intelligenter Computer neben der Zeit gleich auch noch das Gleis, führte Wahlster aus.

Wahlsters Fazit war zugleich Beruhigung fürs Publikum: „Wir haben Supercomputer, die Leistung ist aber immer noch nicht mit der des menschlichen Gehirns vergleichbar“. Besonders emotionale und soziale Intelligenz, Feinmotorik und „das Bauchgefühl“ gingen dem Roboter ab. Er werde in Zukunft, so Wahlsters Prognose, den Menschen als „freundlicher Butler“ unterstützen, ihn aber keinesfalls ersetzen.

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