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Göttingen Antworten auf Fragen rund ums Studium
Campus Göttingen Antworten auf Fragen rund ums Studium
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15:00 11.07.2018
Das Servicebüro der Studienzentrale am Wilhelmsplatz 4 bietet einen Ortientierungstag für Studienanfänger an. Quelle: Christina Hinzmann
Göttingen

„Noch ganz offen hinsichtlich des Studienfachwunschs war ein Viertel der Interessierten, die zu uns gekommen sind“, berichtet Studienberaterin Claudia Wüllner. In solchen Fällen erstellten sie und ihre sieben Kollegen ein Profil, fragten, was den jungen Menschen interessiere und was er mitbringe. Dann suchten sie unter den 100 Studiengängen der Universität Passendes und gäben Tipps, wo sich weitere Informationen finden ließen. Angesichts von 10.000 Studiengängen in Deutschland, die sich allerdings oft nur dem Namen nach unterschieden, sei die Orientierung für Schüler nicht ganz einfach.

Ein Blick auf die Studieninhalte hilft bei der Wahl des Fachs

„Ich habe mich auf viele Fächer beworben, nur weil mich der Name angesprochen hat“, erinnert sich Studienbotschafterin Rebecca Claude. Zum Abitur hätten die Prüfungsvorbereitungen im Vordergrund gestanden. Danach sei nicht mehr viel Zeit gewesen, sich für ein Studienfach zu entscheiden. Erst beim Sichten der Zusagen habe sie sich die Studieninhalte genauer angesehen. Am Ende habe sie sich für Betriebswirtschaftslehre entschieden.

„Die Hälfte der Interessierten weiß schon recht genau, was sie will“, berichtet Wüllner. Viele seien sich aber etwa beim Zweitfach für den Bachelor unsicher. Was sei zum Beispiel eine sinnvolle Ergänzung zum Fach Sport? Gerade habe sich im Gespräch mit ihr jemand für Volkswirtschaftslehre entschieden. Ökonomische Kenntnisse seien bei einer Vereins- oder Verbandstätigkeit, aber auch im Sportjournalismus von Vorteil.

Bewerbungsfrist läuft am 15. Juli aus

„Studieninteressierte müssen sich jetzt beeilen“, mahnt die Beraterin. Bei der Hälfte der Göttinger Studiengänge beständen Zulassungsbeschränkungen. Die Bewerbungsfrist laufe am 15. Juli ab. Fragen zum Bewerbungsverfahren kämen vor allem von jenem Viertel der Interessierten, die ihr Studienfach schon genau kennen würden. Sie beschäftige der erforderliche Notendurchschnitt. Für das Fach Psychologie liege der im guten Einserbereich. Wer dort auf einen Studienplatz warten wolle, müsse sich fünf, sechs Jahren gedulden. Da empfehle sie Interessierten, die am Ende Personalentwickler werden wollten, den Einstieg über Wirtschafts- oder Sozialwissenschaften zu suchen. Andere entschieden sich für Biologie.

Erst einmal zur Zwischenmiete wohnen

„Viele Studienanfänger interessiert das Thema Wohnen“, sagt Studienbotschafterin Claude. Sie rate, sich frühzeitig beim Studentenwerk um einen der „supergünstigen“ Wohnheimplätze zu bewerben. Solche Plätze ließen sich problemlos zurückgeben, wenn man sie dann doch nicht brauche. Studienanfänger könnten auch erstmal zur Zwischenmiete wohnen. Da müssten sie aber prüfen, ob das Angebot auch seriös sei. Hilfreich sei da die Seite wg-gesucht.de.

„Fragen gibt es auch zur Finanzierung des Studiums“, erzählt Claude. Das Studentenwerk berate, ob ein Anspruch auf Bafög bestehe. Wer seinen Antrag frühzeitig stelle, bekomme die Bewilligung zu Studienbeginn. Es sei aber auch nicht schwer, an der Uni oder in der Gastronomie einen Job zu finden.

Stadt der kurzen Wege

„Gefragt werde ich oft, wie es sich in Göttingen lebt“, erzählt die Studienbotschafterin. Göttingen sei eine Stadt der kurzen Wege, in der immer etwas los sei, erzähle sie dann. Mit dem Kulturticket, das alle Studierenden erhielten, seien Besuche im Deutschen Theater umsonst. Der Eintritt zu einem BG-Basketballspiel koste einen Euro. Und mit dem Semesterticket könnten Studierende jederzeit umsonst nach Hannover oder Hamburg fahren.

Orientierungsphasen und Vorbereitungskurse

„Studienanfänger sollten unbedingt die Orientierungsphasen nutzen, die die Fachschaften organisieren“, empfiehlt Claude. Dort verrieten Tutoren, wie man seinen Stundenplan aufstelle. Auch Vorbereitungskurse seien sinnvoll. Sie habe dort den gesamten Mathestoff der Schulzeit wiederholt. An Mathematik, das nicht zu ihren Lieblingsfächern gehöre, komme man in der Betriebswirtschaft nicht vorbei. Sie habe in der O-Phase und im Vorbereitungskurs zudem viele Kommilitonen kennengelernt.

Von Michael Caspar

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