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Zwergplanet Ceres: Neue Aufnahmen der Raumsonde Dawn

Blick in Krater Zwergplanet Ceres: Neue Aufnahmen der Raumsonde Dawn

Mal eher abgeflacht, mal mit markantem Zentralberg in der Mitte – jüngste Aufnahmen von Ceres zeigen die ganze Vielfalt der Kraterformen auf dem Zwergplaneten, den die NASA-Raumsonde Dawn derzeit anfliegt.

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Quelle: dpa

Göttingen. Deren Kamerasystem hat am 19. Februar neue Aufnahmen gesendet, die aus einer Entfernung von 46000 Kilometern entstanden. Aufgrund des geringeren Abstands zwischen Zwergplanet und Raumsonde treten viele Details nun noch deutlicher zu Tage als bei den Aufnahmen, die eine Woche zuvor veröffentlicht worden waren, teilte das Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung (MPS) in Göttingen mit.

Der Steilhang etwa, der bereits zu erkennen war, stelle sich nun als Teil des Randes eines großen Kraters heraus, der im Durchmesser etwa 300 Kilometer misst . Die Oberfläche innerhalb des Kraters wirkt ausgesprochen glatt und ist von nur wenigen kleineren Kratern durchbrochen. „Dies spricht dafür, dass es sich um das Überbleibsel eines vergleichsweise jungen Einschlags handelt“, erklärt Michael Schäfer, Dawn-Wissenschaftler am MPS. Inmitten auffällig vieler kleinerer Krater ragt ein Zentralberg empor. Solche Zentralberge finden sich auch auf dem Erdmond und auf anderen Planeten.

„Die Krater werden uns im Laufe der Mission einen indirekten Blick in das Innere von Ceres ermöglichen“, so Dr. Andreas Nathues vom MPS, wissenschaftlicher Leiter des Kamerateams. „Die Art und Weise, wie die einschlagenden Brocken den Untergrund verformen und wie der Untergrund auf längeren Zeitskalen darauf reagiert, erlaubt Rückschlüsse auf das tiefer liegende Material“, ergänzt Geologe Schäfer. In den nächsten Wochen und Monaten wollen die Forscher die Oberfläche des Zwergplaneten deshalb genau vermessen.

Auch Ceres‘ helle Flecken zeichnen sich auf den aktuellen Aufnahmen deutlicher als zuvor ab. Sie sind jedoch so klein, dass sich ihre genaue Form noch nicht ausmachen lässt. „Der hellste dieser Flecken ist immer noch zu klein, um ihn mit unserer Kamera aufzulösen“, so Nathues. In den aktuellen Aufnahmen beträgt die Auflösung etwa vier Kilometer. „Trotz seinen geringen Abmessungen ist dieser Fleck jedoch heller als alles andere auf der Oberfläche von Ceres“, fügt der Forscher hinzu.

Die Dawn Mission wird vom Jet Propulsion Laboratory (JPL) der amerikanischen Weltraumbehörde NASA geleitet. JPL ist eine Abteilung des California Institute of Technology in Pasadena. Die University of California in Los Angeles ist für den wissenschaftlichen Teil der Mission verantwortlich.

Das Kamerasystem an Bord der Raumsonde wurde unter Leitung des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung in Göttingen in Zusammenarbeit mit dem Institut für Planetenforschung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Berlin und dem Institut für Datentechnik und Kommunikationsnetze in Braunschweig entwickelt und gebaut. Das Kamera-Projekt wird finanziell von der Max-Planck-Gesellschaft, dem DLR und NASA/JPL unterstützt.

jes/eb

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