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Studentenbudget: Wo kann gespart werden?

#unistartgoe Studentenbudget: Wo kann gespart werden?

Mit Freunden kochen, statt eine Pizza zu bestellen; im Studentenwohnheim leben, statt in einem Appartment; selber Partys organisieren, statt auszugehen: Das sind einige der Spartipps, die Göttinger Studierende für Erstsemester haben.

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Blick aufs Schwarze Brett: Geld sparen können Studierende, wenn sie in einem Studentenwohnheim oder in einer Wohngemeinschaft leben.

Quelle: r

Göttingen. „Am meisten Geld lässt sich sicher bei der Miete sparen“, meint Carl Simon Spinger (20), der Deutsch und Erdkunde auf Lehramt studiert. Er zahle im Studentendorf 150 Euro für ein Zehn-Quadratmeter-Zimmer. Küche und Sanitäranlagen teile er sich mit anderen Studierenden. Um dort einen Platz zu bekommen, habe er sich ein dreiviertel Jahr vorher beworben.

Carl Simon Spinger (20)

Carl Simon Spinger (20)

Quelle: mic

Ein anderer Kostenfaktor: die Mobilität . Spinger nutzt für die Fahrten nach Hause das Semester-Bahnticket, das jeder Studierende mit der Zahlung des Semesterbeitrags erhält. Mit ihm seien Regionalbahnfahrten in Niedersachsen kostenlos, berichtet der 20-Jährige. Er müsse allerdings zuzahlen, weil er nach Nordrhein-Westfalen wolle.

„Mit dem Semesterticket können wir zudem viele Kulturveranstaltungen vergünstigt oder kostenfrei besuchen“, berichtet Jonathan Fante (24), der Sozialwissenschaften studiert. Alle zwei Monate nutze er das, gehe ins Theater oder zu einem Poetry Slam. Wenn er einen Film auf großer Leinwand sehen wolle, gehe er ins Unikino. Von den Vorteilen, die die Aktion Heimspiel der Stadt Göttingen biete, mache er dagegen keinen Gebrauch.

„Was nutzen mir die dort gewährten Rabatte in Restaurants oder Kneipen?“, fragt er. Viel billiger sei es, wenn er mit Freunden selbst koche oder private Partys organisiere. Hilfreich findet er dagegen Preisnachlässe auf Schreibwaren oder Bücher.
Von der Aktion Heimspiel hält Jura-Student Arne Misselbitz (19) ebenfalls wenig. Ihm sei es viel zu umständlich, erst die langen Listen von Anbietern durchzugehen, die Studierenden günstige Konditionen anbieten. Deswegen laufe er nicht „drei Kilometer weit“. Geschäftsleute, die solche Angebote machten, sollten stattdessen in ihrem Laden oder Restaurant mit Heimspiel-Vergünstigungen werben.

Benedikt Rueß (19)

Benedikt Rueß (19)

Quelle: mic

Jura-Student Benedikt Rueß (19) nutzt die Vorteile der Aktion nicht, weil er seinen ersten Wohnsitz nicht in Göttingen anmelden möchte. „Dann wäre mein Hausrat nicht mehr über meine Eltern versichert“, erklärt er. Seine Spar-Tipps für Kommilitonen: „Trinkt keinen Alkohol und bestellt abends keine Pizza beim Bringedienst.“ Jan-Erik Röhl (23), der Anglistik und Germanistik studiert, empfiehlt, auf Bäcker zu achten, bei denen es Backwaren vom Vortag für den halben Preis gibt. Student Max Nielsen (22) rät zu Secondhand-Kleidung.

Stadt wirbt um Studierende

Aktion Heimspiel nennt sich eine Initiative der Stadt. Studierende, die ihren Hauptwohnsitz in Göttingen anmelden, erhalten im Gegenzug bei 140 verschiedenen Anbietern günstigere Konditionen. Kneipen bieten ein Freigetränk, Bäckereien einen Pott Kaffee gratis. Es machen Tanzschulen und Fitness-Center mit. Beim Kino Lumière ist jeder zehnte Besuch frei. Die Stadtbiliothek verlangt statt 20 Euro Jahresgebühr die Hälfte. Auch Friseure, Schuh- und Schlüsseldienste, Teehäuser, Bekleidungs- oder Zoo-Geschäfte machen mit. Der Vorteil für die Stadt: Für jede Wohnsitzmeldung erhält sie vom Land Zuschüsse. Das Geld nutzt sie unter anderem zur Finanzierung des Öffentlichen Personennahverkehrs, zur Unterhaltung von Radwegen oder der Freibäder.

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