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Göttingen-Tipps für Erstis

#unistartgoe Göttingen-Tipps für Erstis

Die ersten Wochen als neue Studenten sind für Erstsemester rum: Sowohl an den Hochschulen als auch in Göttingen gibt es für Studienortwechsler und Erstsemester viele Begriffe und Besonderheiten. Das Tageblatt stellt einige vor und erklärt sie.

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Zentralcampus der Universität Göttingen.

Quelle: Christina Hinzmann

Göttingen. Das Fahrrad ist unverzichtbar: Göttingen hat nicht ohne Grund den Ruf einer Fahrradstadt . Mit dem Rad ist man meistens genauso schnell, wenn nicht sogar schneller unterwegs wie mit Bus oder Auto. Da alle wichtigen Anlaufpunkte in unmittelbarer Nähe sind, stellt jeder Göttinger Student früher oder später fest, dass die Anschaffung eines Fahrrads nur Vorteile hat. Vorsicht ist besser als Nachsicht: Die Fahrräder sollten sicher abgeschlossen sein! Unter Studenten heißt es: Man ist erst ein wahrer Göttinger Student, wenn das Fahrrad einmal geklaut wurde.

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Wer neu nach Göttingen kommt, sollte diese Orte kennen.

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Treffpunkt Willi und Liesel:
Wer neu in Göttingen ist, sollte diese Begriffe schnell verinnerlichen. Der Wilhelmsplatz und das Gänseliesel , kurz Willi und Liesel, sind beliebte Treffpunkte unter Studenten. Besonders am Willi stranden in warmen Nächten zahlreiche Nachtschwärmer, die noch nicht nach Hause gehen wollen. Das meistgeküsste Mädchen der Welt, das Gänseliesel, ist ebenso häufiger Treffpunkt und mit einer schönen Tradition behaftet. Wer in Göttingen seinen Doktortitel erwirbt, muss das Liesel küssen und dafür den Brunnen auf dem Marktplatz erklettern.

After-Party-Ritual : Einen Katzensprung von der Uni entfernt und angrenzend an die Innenstadt befindet sich die Dönermeile. „Jetzt erstmal einen Döner“: Ein Satz, der einem in Göttingen nur zu häufig zu Ohren kommt. Ist es doch fast zu einer Tradition geworden, nach einer durchzechten Nacht seinen Weg in Richtung Dönermeile (und damit zur Weender Straße) einzuschlagen, um sich bei anbrechendem Tag den Bauch vollzuschlagen.

Jodel-Hauptstadt : Wer die App Jodel kennt und nutzt, kommt um Göttingen nicht herum. Möglicherweise selbst ernannt, spricht man in Göttingen davon, die meisten Nutzer deutschlandweit zu haben. Ob wahr oder nicht – dank der vielfachen Erinnerungen auf Jodel, gewann Göttingen die Monopolywahl und ergatterte den Rolls Royce unter den Straßen: Die Schlossallee. Durch Jodel entstand allerdings auch die Abneigung gegenüber den Städten Northeim und Aachen, wobei es sich hierbei um einen harmlosen Insider handelt.

Umfangreiches
Sportangebot : Von Fußball bis Jiu-Jitsu: Im sportlichen Sinne ist in Göttingen für jeden etwas dabei, Und wer beim Letzteren gar nicht weiß, worum es geht, ist eingeladen, Neues zu entdecken. Am Sportinstitut ist es dank des Studentenrabatts möglich, für einen geringen monatlichen Aufpreis über 100 verschiedene Kurse zu besuchen. Für wen festgelegte Zeiten nichts sind, gibt es das bestens ausgestattete Fitnessstudio FIZ. Der Hochschulsport organisiert jährlich Events wie den beliebten Dies Academicus (meist im Juni) oder den Hindernislauf Great Barrier Run (im September).

5700 neue Studenten

An der Universität Göttingen haben sich zum Wintersemester 2017/2018 etwa 5700 Studierende neu eingeschrieben. Davon sind rund 4200 im ersten Hochschulsemester immatrikuliert. Nach Angaben der Georg-August-Universität bleibt damit die Gesamtzahl der Studierenden in etwa auf dem Niveau des Vorjahres und wird voraussichtlich mehr als 31 000 Studierende betragen. Seit 2010 hat sich die Gesamtzahl Studierender um 30 Prozent erhöht. Der Anteil internationaler Studierender liegt derzeit bei zwölf Prozent. Weibliche Studierende machen, wie in den Vorjahren, gut 51 Prozent der Gesamtzahl Studierender aus.


Ab ins Grüne:
Um an warmen Tagen zu entspannen, bieten sich die innenstadtnahen Schillerwiesen an. Der großflächige Park lädt zum Sonnen oder zu sportlichen Aktivitäten ein. Und wem dann immer noch die Bewegung fehlt, kann von dort eine Wanderung zum Bismarckturm mit Blick auf die Stadt starten. Für diejenigen, denen bereits eine geringe Dosis Natur genügt, steht der Wall zur Verfügung, der mit einer Länge von 3,6 Kilometern einmal um die Innenstadt reicht und eine beliebte Joggingstrecke ist.

Zahlreiche
Vergünstigungen : Durch den Studienausweis wird der Göttinger Ersti schnell feststellen, dass es sich ohne den Studiausweis nicht mehr leben lässt. In der Uni selbst bezahlt man damit das Essen in den Mensen oder Cafés oder leiht sich seine Bücher in den Bibliotheken aus. Dazu ermöglicht er die kostenlose Nutzung von Bus und Bahn. Der Eintritt ins Deutsche Theater und ins studentische Theater im OP (ThOP) ist unter bestimmten Bedingungen frei und das gilt über das studentische Kulturticket für weitere Kultur-Institutionen. Wenn sich der Hauptwohnsitz in Göttingen befindet, erhält man über die „Aktion Heimvorteil“ der Stadt , bis zu 140 weitere vorteilhafte Vergünstigungen.

Bücher im Übermaß: Die Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek, kurz SUB , ist eine der größten wissenschaftlichen Bibliotheken Deutschlands und hält, was sie verspricht: Mit 7,7 Millionen Medieneinheiten findet jeder Student das passende Buch – von der ersten Hausarbeit bis zur Examensarbeit.

Göki für
Nachteulen : Der Durst oder der Snickershunger rufen, aber keine Lust zum Supermarkt zu laufen oder den 22 Uhr-Ladenschluss verpasst? Dann ab zu Göki in der Jüdenstraße. Bis 1 Uhr in der Nacht steht der Kiosk in der Innenstadt dem Göttinger Partyvolk und Naschkatzen zur Verfügung.

Uni in den

Top 100 : Die Uni Göttingen ist nicht nur die älteste und mit rund 30000 Studierenden (20 Prozent der Göttinger Einwohner) auch die größte Uni in Niedersachsen, sondern genießt auch international einen guten Ruf: Im Shanghai-Ranking 2017 belegt Göttingen den 95. Platz und gehört damit zu den 100 besten Unis weltweit.

Licht (dr)an!: Vermehrte Polizeikontrollen , vor allem am Geismartor, am Kornmarkt, an der Jüdenstraße und Weender Straße sorgen dafür, dass Radfahrer nicht zu sorglos unterwegs sind. Deswegen: immer Licht an und Einbahnstraßen nur in der erlaubten Richtung langfahren. In der Fußgängerzone darf nur geschoben werden.

Vier Räder habens nicht leicht: Wer ein Auto besitzt, sollte mit einer begrenzten und teuren Parkplatzsituation rechnen. Die zwei größeren Parkmöglichkeiten am Campus sind der Parkplatz am „Platz der Göttinger Sieben“ oder das Parkhaus an der „Goßler Straße“. Beide sind kostenpflichtig.

Auf
Wohnungsfang : Anfang April und Oktober herrscht Ansturm auf Göttinger Wohnungen. Wer zum Semesterbeginn umziehen will, sollte sich so früh wie möglich um eine Unterkunft bemühen, die zum studentischen Budget passt. Rund 4500 Wohnplätze hält das Göttinger Studentenwerk bereit. Für einen Platz in den Wohnheimen gibt es allerdings lange Wartelisten. Weitere Möglichkeiten der Wohnungsuche sind schwarze Bretter, sowohl online unter Stud. IP oder beispielsweise im Foyer der Z-Mensa.

Die Herkunftsfrage: Aufgrund ungeklärter Umstände ist es unter Göttinger Studenten verpönt, wenn der Herkunftsort Aachen oder Northeim heißt – und Bielefeld gibt es nicht. Erstis aus den drei Orten sollten sich also auf dumme Sprüche gefasst machen. Am besten eine schlagfertige Antwort parat haben.

Wissenswertes über Göttingen

„Küssen ist hier ein Muss“, heißt es über Göttingen und gemeint ist der Brauch, dass Doktoranden nach bestandener Prüfung das Gänseliesel küssen. Die Figur auf dem Brunnen am Alten Rathaus ist das meistgeküsste Mädchen der Welt, heißt es. Davon und von anderen besonderen Orten in und um Göttinger erzählt Jochen Reiss in seinem Buch „111 Orte in und um Göttingen, die man gesehen haben muss“ – der passende Lesestoff, um sich einen schnellen Überblick zu verschaffen über die Besonderheiten der Stadt ( Emons Verlag, 234 Seiten, Abbildungen, 16,95 Euro).

Von Madita Eggers und Lisa Hausmann

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