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13:43 20.10.2016
Dokumente der Brüder Grimm aus dem 18. und 19. Jahrhundert werden der Öffentlichkeit von der Universität Kassel zugänglich gemacht. Quelle: R
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Kassel

Durch die Präsentation im Onlinearchiv und die Aufnahme der bibliographischen Daten in den Online-Katalog der Universität seien wichtige Exemplare künftig weltweit recherchierbar, hieß es. Dazu gehöre die Korrespondenz der Grimms mit ihrem Verleger, aber auch Zeichnungen.

Exemplarisch wurde bei der Vertragsunterzeichnung die digitalisierte, von Ludwig Emil Grimm illustrierte kleine Ausgabe der "Kinder- und Hausmärchen" aus dem Jahr 1825 vorgestellt. Sie ist bereits online verfügbar. Die Brüder Jacob (1785-1863) und Wilhelm (1786-1859) Grimm haben mit ihren Werken entscheidend zur Entstehung der modernen Germanistik sowie der Volkskunde beigetragen. Sie lebten und arbeiteten über 30 Jahre in Kassel.

Laut der am Donnerstag unterzeichneten „Vereinbarung zur Zusammenarbeit zwischen der Universität Kassel und der Stadt Kassel mit dem Ziel der Bewahrung, Erschließung und des weiteren Aufbaus von Medienbeständen von und über Werk und Wirkung der Brüder Grimm“ soll zukünftig ein besserer Zugang für die Öffentlichkeit zu diesen Grimm-Materialien gewährleistet werden, indem die wertvollsten Teile digitalisiert und im Onlinearchiv der Universität Kassel "Orka" kostenfrei bereitgestellt werden. Durch die Präsentation der Digitalisate in "Orka" und die Aufnahme der bibliographischen Daten in den Online-Katalog "Karla" sind die kostbaren und wichtigen Exemplare der Kasseler Grimm-Sammlung weltweit recherchierbar, teilte die Universität Kassel mit. epd/jes

Brüder Grimm in Kassel und Göttingen

Die Brüder Jacob und Wilhelm Grimm zählen zu den bedeutendsten Geistespersönlichkeiten ihrer Zeit und haben mit ihren Werken entscheidend zur Entstehung der modernen Germanistik sowie der Volkskunde beigetragen. Viele ihrer Arbeiten, deren Bedeutung bis in die Jetztzeit ungebrochen ist, nahmen in Kassel ihren Ausgangspunkt: so zum Beispiel ihre Sammlung der „Kinder- und Hausmärchen“ oder das „Deutsche Wörterbuch“. In Kassel lebten und arbeiteten sie über 30 Jahre, waren beruflich aber auch in Göttingen als Universitätsprofessoren tätig. Hier wurden sie vom König entlassen und des Landes verwiesen, weil sie mit fünf weiteren Professoren als "Göttinger Sieben" 1837 den Protestbrief gegen den Verfassungsbruch von König Ernst August I. unterzeichnet hatten.

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