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Autos das Kooperieren beibringen

Universität Kassel Autos das Kooperieren beibringen

Der Verkehr der Zukunft wird maßgeblich von autonomen Fahrzeugen geprägt. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft hat ein Schwerpunktprogramm zum Thema kooperativ interagierende Automobile aufgelegt, an dem die Universität Kassel sich mit zwei Forschungsgruppen beteiligt.

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Quelle: EF

Kassel. Autonom fahrende Fahrzeuge sind in einigen Jahren keine Vision mehr. Wichtig wird dafür die Zusammenarbeit der (teil-)autonomen Fahrzeuge untereinander sowie mit der Verkehrsinfrastruktur wie etwa Ampelsystemen oder anderen Verkehrsteilnehmern. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat ein Schwerpunktprogramm zur Grundlagenforschung zum Thema „Kooperativ Interagierende Automobile“ ins Leben gerufen. Bundesweit werden 14 Projekte an Hochschulen gefördert. Am Kassler Institut ISAC (Institute for System Analytics and Control) werden zwei Projekte durchgeführt und mit 490000 Euro von der DFG gefördert.

Schutz von Radfahrern und Fußgängern

Das Fachgebiet Intelligente Eingebettete Systeme  unter Leitung von Prof. Bernhard Sick beschäftigt sich mit dem Schutz von verletzlichen Verkehrsteilnehmern, insbesondere Radfahrern und Fußgängern. Ein Beispiel: Ein Auto fährt im Stadtverkehr an einem Lkw vorbei. Obwohl es mit Sensorik wie etwa Kameras ausgestattet ist, „sieht“ es nicht, dass hinter dem Lkw gerade ein Fußgänger auf die Straße läuft. Ein in die Gegenrichtung fahrendes zweites Fahrzeug erkennt diesen Fußgänger und übermittelt eine entsprechende Warnung an das erste Fahrzeug.

Dieses Fahrzeug könnte dann entweder den Fahrer rechtzeitig warnen oder, im Fall des autonomen Fahrens, bremsen oder eine Ausweichbewegung durchführen. Die Erkennung der Absichten ungeschützter Verkehrsteilnehmer und damit deren Sicherheit kann verbessert werden, wenn sich weitere Fahrzeuge, die Verkehrsinfrastruktur (etwa an gefährlichen Kreuzungen montierte „intelligente“ Kameras) oder die Fußgänger selbst an der Erkennung beteiligen (etwa durch Signale, die Smartphones bei entsprechenden Bewegungen geben). Das Projekt wird gemeinsam mit der Hochschule Aschaffenburg und der Universität Passau bearbeitet.

Künftig mehr Vernetzung

Das Fachgebiet Regelungs- und Systemtheorie (Leitung Prof. Olaf Stursberg)   untersucht wie autonome Fahrzeuge ihr Fahrverhalten so aufeinander abstimmen können, dass sie ihr Ziel sicher erreichen. Die Ausstattung zukünftiger Fahrzeuge mit der Technik zur drahtlosen Kommunikation und zum automatisierten Fahren macht es im Vergleich zum herkömmlichen Straßenverkehr erheblich einfacher, geplante Fahrmanöver unter den Fahrzeugen auszutauschen. Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit Arbeitsgruppen an der Technischen Universität München und dem DLR Institut für Verkehrssystemtechnik in Braunschweig durchgeführt. eb

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