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Erinnerung an Soldaten

Massengrab bei Bauarbeiten auf Kasseler Campus der gefunden Erinnerung an Soldaten

Die Universität Kassel erinnert mit einer Tafel an napoleonische Soldaten, deren Gebeine 2008 bei Bauarbeiten auf dem Campus gefunden wurden. Die mehr als 100 Skelette hatten Bauarbeiter beim Aushub für das heutige Gebäude der Geisteswissenschaften an der Kurt-Wolters-Straße 5 entdeckt.

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Information über das Massengrab: Gedenktafel auf dem Campus der Universität Kassel.

Quelle: uks

Kassel. Historische Untersuchungen der Universität Kassel sowie anthropologische Untersuchungen der Universitäten Göttingen und Mainz stellten später fest, dass es sich bei den Toten höchstwahrscheinlich um napoleonische Soldaten aus dem Benelux-Raum handelt. Vermutlich auf dem Rückmarsch von der am 19. Oktober 1813 verlorenen Schlacht bei Leipzig wurden sie in einem Hilfslazarett Opfer eines Nervenfiebers und notdürftig bestattet.

Das Buch:

Carina Kinz, "Vergessene Opfer? Kasseler Skelettfunde und die Geschichte der napoleonischen Kriege", Band 14 der Reihe "Intervalle" bei Kassel University Press.

Die Erinnerungs-Tafel wurde jetzt an der West-Seite des Gebäudes in Nähe der Kurt-Wolters-Straße aufgestellt, so dass sie auch für Passanten deutlich sichtbar ist. „Da nun die Herkunft der Skelette geklärt ist, wollen wir mit dieser Tafel ein Stück der Geschichte unseres Campus und damit auch der Kasseler Stadtgeschichte wachhalten“, sagte der Präsident der Universität, Prof. Reiner Finkeldey.

Über den Fund und die historischen Hintergründe hatte 2013/2014 auch das Naturkundemuseum in Kassel in einer Ausstellung informiert. Die Gebeine der Toten befinden sich inzwischen in einem Gemeinschaftsgrab auf dem Kasseler Hauptfriedhof.

Nahezu zeitgleich mit dem Aufstellen der Tafel erscheint ein Buch, das die Ergebnisse der historischen Forschungen zum Skelettfund zusammenfasst. Der Band, der von der Universität finanziell unterstützt wurde, erläutert fundiert und anschaulich die historischen Hintergründe.  eb

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