Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -5 ° wolkig

Navigation:
Navi fürs Umsteigen

Projekt der Uni Kassel Navi fürs Umsteigen

Im Projekt RadAR+ entwickelt ein Konsortium aus Forschungseinrichtungen und Unternehmen mithilfe von Datenbrillen ein Navi fürs Umsteigen. Das Fachgebiet Mensch-Maschine-Systemtechnik der Uni Kassel testet diese Brillen und gibt Empfehlungen, wie Informationen angezeigt werden sollten, damit Benutzer sie intuitiv verstehen.

Voriger Artikel
Rosenzweig-Professur für Micha Brumlik
Nächster Artikel
Was einen Hit zum Hit macht

Bild von einer möglichen Augmented-Reality-Visualisierung in einer Datenbrille, wie sie Forscher der Uni Kassel entwickeln.

Quelle: Uni Kassel

Kassel. Aus Autos sind Navis nicht mehr wegzudenken - nun sollen sie auch für Reisende, die sich am Flughafen oder Bahnhof orientieren müssen, Realität werden. Grüne Fußspuren zeigen dem Reisenden, der aus der U-Bahn steigt, den schnellsten Weg zum Bahnhof. Sie starten direkt vor seinen Füßen und verlaufen quer über den Bahnsteig.

Das Navi fürs Umsteigen funktioniert mithilfe von Datenbrillen. Aktuelle Informationen werden den Reisenden direkt in ihr Sichtfeld eingeblendet - ändern sie ihre Blickrichtung, so passen sich die Informationen automatisch der neuen Perspektive an. Die Hinweise reichen von Wegbeschreibungen über Verspätungsinformationen bis hin zu Tipps für nahegelegene Cafés im Fall von längeren Wartezeiten. Dabei berücksichtigt das System individuelle Bedürfnisse - berechnet etwa für ältere oder körperlich eingeschränkte Personen mehr Zeit fürs Umsteigen. Datenschutz und Datensicherheit spielen aus diesem Grund im Projekt eine wichtige Rolle.

Prof. Ludger Schmidt, Leiter des Fachgebiets Mensch-Maschine-Systemtechnik der Uni Kassel, erklärt, welche Aufgaben sein Team innerhalb des Projekts übernimmt: „Wir arbeiten vor allem an der Benutzerfreundlichkeit.“ Schmidt weiter: „Das heißt, dass wir überlegen, wie und an welcher Stelle Informationen den Personen angezeigt werden sollten, damit diese sie problemlos verstehen können. Besonders wichtig ist es dabei, Nutzer in alle Projektphasen mit einzubinden.“ Die ersten Versuche führen Schmidt und sein Team im Labor der Uni Kassel durch. In einer späteren Phase wollen sie die Datenbrillen dann zu Testzwecken am Frankfurter Fernbahnhof und am Frankfurter Flughafen einsetzen. Der Fachbereich übernimmt außerdem die wissenschaftliche Koordination des Projektes.

Das Projekt „Reiseassistenzsystem für dynamische Umgebungen auf Basis von Augmented Reality“ (RadAR+) läuft noch drei Jahre und wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Es ist Teil des Förderschwerpunkts „Adaptive, lernende Systeme - Für eine verständliche Interaktion zwischen Mensch und komplexer Technik“. Das Projektvolumen beträgt insgesamt 4,3 Millionen Euro, das Fachgebiet Mensch-Maschine-Systemtechnik der Uni Kassel wird mit rund 940 000 Euro gefördert. eb

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Uni Göttingen begrüßt zum #unistartgoe Studienanfänger