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Kasseler Forscher ermitteln Verkehrsmittelkosten

Entscheidungshilfe für Kommunen Kasseler Forscher ermitteln Verkehrsmittelkosten

Die Kosten für Radverkehr und ÖPNV sind häufig Thema in der öffentlichen Diskussion. Das hat Wissenschaftler der Universität Kassel zu einer Untersuchung veranlasst, die ergeben hat: Für den Kfz-Verkehr müssen Kommunen deutlich mehr ausgeben als für den Radverkehr.

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Welches ist das günstigste Verkehrsmittel? Forscher der Uni Kassel gehen dieser Frage nach.

Quelle: Hilbig

Kassel. Einer der Gründe ist, dass die Kosten der einzelnen Verkehrsmittel (Investitions- und Betriebskosten) und ihr Verhältnis zueinander nicht bekannt sind: Große Teile der Infrastruktur werden gemeinsam genutzt, verkehrsrelevante Kosten sind auf verschiedene Teilhaushalte und Haushaltsstellen verteilt und damit für die verschiedenen Verkehrsmittel nicht transparent.  Das Fachgebiet Verkehrsplanung und Verkehrssysteme der Universität Kassel hat nach eigenen Angaben in einem Forschungsprojekt eine Methode entwickelt, mit der die kommunalen Aufwendungen und Erträge für Bau und Unterhaltung der Verkehrsinfrastruktur sowie für Betrieb differenziert nach Verkehrsmitteln ermittelt und einander gegenübergestellt werden können. Danach werden Fuß-, Rad-, Kfz-Verkehr, öffentlicher Nahverkehr unterschieden.

Erarbeitet wurde die Methode anhand der Haushaltspläne von Beispielstädten und exemplarisch dargestellt. Eines der Ergebnisse, die die Wissenschaftler vor einem Jahr vorlegten: Der Radverkehr erhält mit Abstand die geringsten kommunalen Mittel. Die Bandbreite in den drei untersuchten Städten lag zwischen 0,5 und 5 Prozent.

Die Methode kann in erster Linie als Entscheidungshilfe dienen und dazu beitragen, dass in Städten Haushaltsmittel effektiver eingesetzt werden. In einem Folgeprojekt soll die entwickelte Methode nun in einem Tool umgesetzt und methodisch erweitert werden. Am Ende soll dieses Tool zur Verfügung gestellt werden, mit dem Kommunen die Methode selbstständig anwenden können. jes

► Der Projektbericht ist hier einsehbar (PDF).

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