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Forschungsprojekt zu Energiespar-Maßnahmen

Uni Kassel Forschungsprojekt zu Energiespar-Maßnahmen

„Intracting“ ist ein Finanzierungskonzept, bei dem Energiekosteneinsparungen nach energetischen Verbesserungen in neue Sparmaßnahmen reinvestiert werden. Das Forschungsprojekt IntrHo untersucht die Umsetzung dieses Konzeptes an Hochschulen und erprobt den Intracting-Ansatzes an der Universität Kassel

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Neues Forschungsprojekt an der Universität in Kassel

Quelle: EF

Kassel. In Energieeinsparmaßnahmen investieren und diese Investition sich von selbst nach einiger Zeit amortisieren lassen: Durch energetische Verbesserungen von Gebäuden lassen sich Geldmittel einsparen, die ihrerseits wieder in neue Energiesparmaßnahmen investiert werden.

Während dieses „Intracting“ genannte Verfahren bereits in manchen deutschen Städten erprobt und eingesetzt wird, fand es im Hochschulbereich bislang noch keine Anwendung. Am von Prof. Jens Knissel geleiteten Fachgebiet Technische Gebäudeausrüstung der Universität Kassel wurde nun das Forschungsprojekt IntrHo initiiert, mit dem systematisch und übertragbar ein realisierbares Intracting-Verfahren für Hochschulen erarbeitet werden soll.

Wissenschaftlich beteiligt sind an dem Vorhaben die Fachgebiete Solar- und Anlagentechnik sowie Bauphysik der Universität Kassel.
Zunächst wird analysiert, ob und wenn ja in welcher Form die Idee des Intracting an Universitäten und Hochschulen angewendet werden kann.  Außerdem wird ein Berechnungswerkzeug entwickelt, mit dem in Szenarien-Simulation die zeitliche Entwicklung der Energie- und CO2-Einsparungen sowie der Kontostand der Intracting-Kostenstelle berechnet und visualisiert werden kann. Die Laufzeit des Projekts beträgt fünf Jahre, es soll im Herbst 2020 abgeschlossen sein.

Das Bundeswirtschaftsministerium fördert IntrHo mit rund 630.000 Euro.
Die Universität Kassel als Pilothochschule führt Energiespar-Maßnahmen in den nächsten Jahren nach dem Intracting-Verfahren durch. Dafür hat sie einen besonderen Haushaltsposten im Umfang von 250000 Euro eingerichtet, mit denen sie in den kommenden Jahren Energiesparmaßnahmen finanzieren will.

Zu den ersten Maßnahmen zählen die Umstellung von Strahlern in einigen Laboren und Hallen auf LED-Leuchten sowie die Einbindung der Abwärme von Kältemaschinen zur Trinkwarmwasser-Erzeugung. Nach rund fünf Jahren wird damit gerechnet, dass die eingesparten Energiekosten die Personal- und Investitionskosten decken und die Aktivitäten sich selbst tragen.

Von da an, so Knissel, kann auch ein Beitrag zur Entlastung des allgemeinen Universitäts-Haushalts geleistet werden. Auch wenn die Energiesparmaßnahmen der Uni und das wissenschaftliche Projekt IntrHo formal zwei getrennte Projekte sind, sollen beide Vorhaben eng verzahnt werden.

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