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Kasseler Forscherteam entwickelt Cloud-Dienst für mathematische Software

Eine Cloud für Mathematik Kasseler Forscherteam entwickelt Cloud-Dienst für mathematische Software

Ein Forscherteam rund um Prof. Wolfram Koepf vom mathematischen Institut der Uni Kassel hat einen Cloud-Dienst für mathematische Software entwickelt. Die Plattform „CloudMath“ liegt als Prototyp vor und befindet sich aktuell in der Betatestphase.

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Quelle: Warnecke/dpa (Symbolfoto)

Kassel. Anwendungen wie Facebook oder Twitter, die Benutzer weltweit miteinander vernetzen, greifen häufig auf Cloud-Dienste zurück. Die Arbeitsgruppe von Prof. Koepf stellt dieses Konzept eines modernen Cloud-Dienstes nun auch für mathematische Software zur Verfügung. Als Kooperationspartner ist die Firma Dr. Hornecker Software-Entwicklung und IT-Dienstleistungen beteiligt.

Zur mathematischen Arbeit dienen Projektverzeichnisse, innerhalb derer sogenannte Worksheets angelegt werden können. Das besondere an CloudMath ist die Erweiterung dieses Arbeitens um eine interaktive soziale Komponente. Andere Benutzer können auf Einladung parallel an einem Worksheet mitarbeiten und zeitgleich auf die Ergebnisse zugreifen. Diese Art des „mathematischen Chattens“ funktioniert somit im Rahmen eines Dokuments unabhängig von Standort oder Gerät.

Das Forscherteam hat die Arbeit am Projekt CloudMath bereits im März 2013 aufgenommen. „Meine Motivation lag darin, die theoretischen und praktischen Kenntnisse meiner Arbeitsgruppe in einer realen Anwendung münden zu lassen“, erklärt der Wissenschaftler. Gefördert wurde das Projekt vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie zwei Jahre lang mit rund 160000 Euro.

Im Juli dieses Jahres wurde CloudMath auf der ISSAC 2015, der weltweit größten Konferenz für Computeralgebra und symbolisches Rechnen, zum ersten Mal einem interessierten internationalen Fachpublikum vorgestellt.

Ein zentrales Thema im Projekt MathCloud ist laut Prof. Koepf der Datenschutz, denn: „Die Cloud ist in aller Munde, aber auch die berechtigte Angst vor den großen Datenkraken wie Amazon, Facebook, Google und anderen. Da wir hauptsächlich an industrielle Anwender wie Versicherungen oder Hightech-Firmen denken, die selbstverständlich ihre Betriebsgeheimnisse schützen müssen, haben wir der Sicherheit eine besonders hohe Priorität gegeben. Wir nutzen beispielsweise nur Server in Deutschland“.

eb

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