Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Kassel Die Aschenputtel-Erzählerin gefunden
Campus Kassel Die Aschenputtel-Erzählerin gefunden
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:49 01.07.2016
Grimm-Forscher Holger Ehrhardt mit dem Auszug aus dem Siechenbuch der Stadt Marburg des Jahres 1814. Quelle: dpa
Anzeige
Kassel

Ehrhardt hatte den Namen herausgefunden, in dem er Hinweisen aus Briefen Wilhelm Grimms an seinen Bruder Jacob nachging. Er verglich diese mit Tauf- und Sterberegistern Marburger Kirchen sowie Bewohnerlisten von Armenhospitälern.

Schellenberg starb verarmt und kinderlos 1814. "Sie verbrachte ihre letzten Jahre im Siechenhaus St. Jost", sagte Ehrhardt, der dazu das Buch "Die Marburger Märchenfrau" herausgebracht hat. Wilhelm Grimm wollte sich 1810 von der damals 64 Jahre alten Frau in Marburg Märchen erzählen lassen, doch diese wies ihn ab. Erst durch einen Trick - er schickte eine Frau und deren Kinder zu Schellenberg - rückte sie ihre Märchen heraus und erzählte nicht nur "Aschenputtel", sondern auch das weniger bekannte Märchen "Der goldene Vogel".

Von Schellenberg gibt es kein überliefertes Bild, ihr ehemaliges Wohnhaus steht aber noch heute. Die Namen anderer Quellen der Grimmschen Erzählungen sind seit langem bekannt. Wilhelm und Jacob Grimm lebten mit Unterbrechungen zwischen 1798 und 1841 in Kassel, an der Universität Göttingen waren sie von 1830 bis 1837 beschäftigt. In Kassel begannen sie mit der Sammlung der Kinder- und Hausmärchen und 1838 mit der Arbeit an ihrem Wörterbuch. Dieses wird in Berlin und an der  Akademie der Wissenschaften zu Göttingen in der  Arbeitsstelle zur Neubearbeitung des Deutschen Wörterbuchs von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm noch heute ergänzt und fortgeführt.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Kassel Universität Kassel kauft Tagebücher von Kurfürstin - Reisen und Politik im 19. Jahrhundert

Der starke Regionalbezug gab den Ausschlag: Die Universitätsbibliothek Kassel hat das gut erhaltene und reichverzierte Tagebuch von Auguste Kurfürstin von Hessen-Kassel gekauft. Darin sind private Notizen und Schilderungen politischer Ereignisse des 19. Jahrhunderts enthalten.

02.07.2016

Der starke Regionalbezug gab den Ausschlag: Die Universitätsbibliothek Kassel hat das gut erhaltene und reichverzierte Tagebuch von Auguste Kurfürstin von Hessen-Kassel gekauft. Darin sind private Notizen und Schilderungen politischer Ereignisse des 19. Jahrhunderts enthalten.

02.07.2016

Der berufsbegleitende Masterstudiengang Bildungsmanagement bereitet Lehrer auf Verantwortung im Wandel vor: Denn die Schulen müssen sich verändern.

13.05.2016
Anzeige