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Kunsthochschule Kassel bekommt Ausstellungshalle

Alte Posenske-Pläne Kunsthochschule Kassel bekommt Ausstellungshalle

Mehr als ein Jahrzehnt nach seinem Tod baut die Universität Kassel ein Gebäude, das auf Plänen des Architekten Paul Friedrich Posenenske beruht, eines bedeutenden Vertreters des Funktionalismus. Es handelt sich dabei um einen Anbau an die Kunsthochschule am Rande der Karlsaue.

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Der 1969 eröffnete Nordtrakt der Kunsthochschule Kassel, entworfen von Paul Friedrich Posenenske. Der Anbau soll rechts hinter dem Gebäude entstehen.

Quelle: Wiarda

Kassel. Das bestehende denkmalgeschützte Gebäude der Kunsthochschule Kassel aus den 1960er Jahren selbst stammt von Posenenske, teilte die Hochschule mit. Der Anbau besteht aus einer Ausstellungshalle (für flexible Nutzung) der Kunsthochschule, die ein teilautonomer Bereich der Universität ist. Der Bau mit etwa 500 Quadratmetern Ausstellungs- und Hallennutzfläche soll rund 4,6 Millionen Euro kosten, die Mittel stammen aus dem Hochschulpakt 2020. Der Baubeginn ist für 2017 geplant, die Fertigstellung für 2018.
Bei der Planung des neuen Ausstellungs- und Arbeitsgebäudes greift die Universität auf Pläne zurück, die Posenenske in den 1990er Jahren für eine mögliche Erweiterung entwickelte, die damals aus Kostengründen aber nicht umgesetzt wurden. Die Pläne werden nun heutigen Erfordernissen angepasst. Sie sehen eine längliche, rund 5,5 Meter hohe Halle vor, die sich in der Höhe an dem anschließenden Trakt des bestehenden Baus orientiert. Ein mehr als drei Meter hohes markantes Oberlicht in der Mitte des Daches ragt darüber hinaus. Der Anbau entsteht in einem Innenhof des Nordflügels der Kunsthochschule und folgt somit auch in der Standortwahl den Plänen Posenenskes.
Paul Friedrich Posenenske (1919 – 2004) war ab 1958 Professor an der Staatlichen Hochschule für bildende Künste in Kassel, dem Vorläufer der heutigen Kunsthochschule Kassel. 1969 wurde der von ihm entworfene Nordflügel des Gebäudes am Rande der barocken Kasseler Karlsaue eingeweiht. Aus seiner Hand stammen daneben unter anderem die Pläne für die Humboldtschule Offenbach sowie für den Wiederaufbau des Isenburger Schlosses in Offenbach und des Schlosses Wilhelmshöhe in Kassel.
In einem weiteren Projekt wird das bestehende Gebäude der Kunsthochschule in naher Zukunft bautechnisch und energetisch saniert. Dieses Vorhaben ist jedoch vom Bau einer Ausstellungshalle unabhängig; hierfür stehen rund 15 Mio. Euro aus Mitteln des hessischen Bau-Programms HEUREKA zur Verfügung. Eine weitere Million Euro wird in den kommenden Jahren in der Kunsthochschule in Brandschutzmaßnahmen investiert.

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