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NS-Vergangenheit deutscher Ministerien wird erforscht

Universität Kassel NS-Vergangenheit deutscher Ministerien wird erforscht

Im Auftrag der Bundesregierung wird die NS-Vergangenheit deutscher Ministerien untersucht. Nach Angaben der Universität Kassel, werden dafür Karriereverläufe hoher Beamter der Bundesrepublik und der ehemaligen DDR geprüft.

An der Universität Kassel wird die NS-Vergangenheit deutscher Ministerien untersucht.

Quelle: Dpa

Kassel. Verwaltungswissenschaftlerin Sylvia Veit wird im Auftrag der Bundesregierung die NS-Vergangenheit deutscher Ministerien aufarbeiten. Wie die Universität Kassel am Freitag mitteilte, wird Veit dafür Karriereverläufe hoher Beamter der Bundesrepublik und der ehemaligen DDR untersuchen.

Das Forschungsprojekt sei Teil eines größeren Forschungsprogramms der Bundesregierung zur Aufarbeitung der NS-Belastung von Ministerien und zentralen Behörden. Das Programm geht auf eine Anregung des Instituts für Zeitgeschichte und des Zentrums für Zeithistorische Forschung zurück.

„Neue Eliten – etabliertes Personal?“

Veit wird nach Angaben der Universität mit ihrem Team die Biografien von Ministern, Staatssekretären und Abteilungsleitern in Ministerien der Bundesrepublik und der DDR auswerten. Die zentrale Frage dabei sei, ob sich nach dem Zusammenbruch 1945 und dem Neuanfang 1949 neue Eliten bildeten oder das Führungspersonal des „Dritten Reichs“ seine Karrieren in den Ministerien fortführte. Die Forschungsgruppe will aus den Erkenntnissen auch grundsätzliche Aussagen über Mechanismen ableiten, die die Entwicklung eines öffentlichen Dienstes nach Systemveränderungen ermöglichen.

Das Projekt „Neue Eliten - etabliertes Personal? (Dis-)Kontinuitäten deutscher Ministerien in Systemtransformationen“ ist auf drei Jahre angelegt und wird mit etwa 400 000 Euro gefördert. Für alle zehn Forschungsvorhaben des Programms sollen für den Zeitraum 2017 bis 2020 Fördermittel in Höhe von insgesamt vier Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden, wie Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) bekanntgab. Beteiligte Institutionen sind mehrere Universitäten sowie das Institut für Zeitgeschichte München-Berlin.

Von lmw

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