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Neue Strategie für Mathe-Probleme bei Studienanfängern

Uni Kassel Neue Strategie für Mathe-Probleme bei Studienanfängern

Die Universität Kassel entwickelt eine eigene elektronische Lern- und Übungsplattform, um die Mathematik-Kenntnisse von Studienanfängern der Elektrotechnik und der Informatik zu verbessern. Das soll eine der größten Hürden für viele Studierende senken und so die Abbrecherquote in diesen Fächern verringern.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Kassel. Solide mathematische Kenntnisse und Fähigkeiten sind für Studierende der Elektrotechnik und der Informatik unverzichtbar; doch vielen Studienanfängern fehlen spezifische Kenntnisse. Trotz Vorkursen, Tutorien und speziellen Übungen liegt die Durchfallquote in den Mathe-Prüfungen der Informatik- und Elektrotechnik-Anfänger in Kassel wie an anderen Hochschulen bei fast 50 Prozent. Ein neues Projekt soll dies nun entscheidend und dauerhaft ändern.

Fortlaufende Übungsaufgaben

Eine Gruppe von Mathematikern entwickelt dafür in den kommenden zwei Jahren eine computergestützte Plattform, die das bisherige Angebot an Übungen ergänzen und direkt in bestimmte Lehrveranstaltungen des Fachbereichs eingebunden werden soll. Mit ihrer Hilfe sollen Studienanfänger dann Mathematik-Stoff nicht nur lernen, sondern fortlaufend Übungsaufgaben rechnen, die das Programm automatisch erzeugt und individualisiert, also auf den jeweiligen Studierenden zuschneidet.

Mehr Möglichkeiten zum aktiven Üben

Das System bietet anschließend nicht nur eine Korrektur, sondern auch ein differenziertes Feedback, also fehlerabhängige Hinweise und Hilfestellungen, an. Dadurch sollen die Studierenden deutlich mehr Möglichkeiten zum aktiven Üben und zur selbständigen Kontrolle ihrer mathematischen Kenntnisse und Fähigkeiten erhalten, als dies im klassischen Übungsbetrieb möglich wäre.

Für die Plattform können sich die Kasseler Mathematiker auf Erfahrungen aus der Entwicklung von Online-Mathematik-Kursen stützen, etwa des bundesweiten Projekts Vemint. Die neue Plattform wird jedoch speziell auf die Lehrpläne in Kassel zugeschnitten und in das Kasseler Kurs-Managementsystem Moodle eingebunden. Die Entwicklung ist auf zwei Jahre veranschlagt, bereits zum Wintersemester 2018/19 ist der Start einer Beta-Version geplant. Die Universität stellt für das Vorhaben rund 200.000 Euro ein, mit denen 1,5 Stellen im Institut für Mathematik finanziert werden. chb/r

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