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Auszeichnung für Judaistin Hanna Liss

Rosenzweig-Professur Auszeichnung für Judaistin Hanna Liss

Die Franz-Rosenzweig-Gastprofessur der Universität Kassel geht in diesem Sommersemester an die Judaistin Prof. Hanna Liss. Sie hält am 17. Mai eine Vorlesung mit dem Titel „Der Blick über den Tellerrand als Chance für die Erforschung des europäischen Mittelalters“.

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Hanna Liss

Quelle: r

Kassel. Liss (52) ist Professorin für Bibel und jüdische Bibelauslegung an der Hochschule für Jüdische Studien in Heidelberg. In ihrer wissenschaftlichen Arbeit beschäftigt sie sich vor allem mit der mittelalterlichen jüdischen Bibel- und Kommentarliteratur und mit mittelalterlichen Bibelcodices in Westeuropa. Ihr ist es ein Anliegen, immer wieder Brücken zu schlagen zwischen der akademischen Welt und einer breiteren Öffentlichkeit. So veröffentlichte sie neben zahlreichen wissenschaftlichen Schriften beispielsweise ein Lehrbuch zum Tanach und eine fünfbändige kommentierte Tora für Kinder und Jugendliche.

„Mit Hanna Liss gewinnt die Universität Kassel eine herausragende Expertin für die Schriftauslegung des Judentums. Sie ist nicht nur eine ausgezeichnete Kennerin des jüdischen Mittelalters, sondern versteht es, die jüdischen Welten Europas für gegenwärtige Hörerinnen und Hörer lebendig zu machen. Ich schätze Hanna Liss als kritische und interessante Kollegin und freue mich sehr auf den kulturwissenschaftlichen Austausch mit ihr“, sagte Ilse Müllner, Professorin für Katholische Theologie/Altes Testament an der Universität Kassel und Mitglied der Findungskommission.

Liss wurde 1995 mit einer Arbeit zum mittelalterlichen jüdischen Theologen Eleasar von Worms promoviert. 2002 habilitierte sie sich im Fach Judaistik/Jüdische Studien an der Martin-Luther-Universität in Halle-Wittenberg zum Thema Die unerhörte Prophetie. Kommunikative Strukturen prophetischer Rede im Buch Yesha’yahu. 2002 war sie Moosnick Distinguished Professor of Hebrew Bible & Jewish Studies am Lexington Theological Seminary, Kentucky, und ein Jahr später Harry Starr Research Fellow am Center for Jewish Studies der Harvard University.

Neben der Antrittsvorlesung zum Thema „Der Blick über den Tellerrand als Chance für die Erforschung des europäischen Mittelalters“ hält die neue Rosenzweig-Gastprofessorin im Rahmen des regulären Lehrangebots der Universität Kassel zwei Veranstaltungen zur „Bibelauslegung der Juden - von der Antike bis heute“ und zu „Steine des Anstoßes? Wenn Bibeltexte Probleme bereiten...“ Die Antrittsvorlesung beginnt am Mittwoch, 17. Mai, um 18 Uhr im Campusgebäude Holländischer Platz, Arnold-Bode-Straße 2, Raum 0401.

Die deutschlandweit einmalige Franz-Rosenzweig-Gastprofessur erinnert an Werk und Vermächtnis des aus Kassel stammenden jüdischen Religionsphilosophen. Sie wird von der Universität Kassel seit 1987 jeweils zum Sommersemester verliehen.

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