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Vernetzte Studieninhalte

Kasseler Konzept der Lehrerbildung verzahnt drei Fachgebiete Vernetzte Studieninhalte

Die Universität Kassel verzahnt bei der Lehrerbildung Fachdidaktik, Fachwissenschaft und Bildungswissenschaft. Nachdem die Universität im vergangenen Jahr damit bei der Qualitätsoffensive Lehrerbildung erfolgreich war, stellt nun der Monitor Lehrerbildung diesen Ansatz bundesweit als beispielhaft dar.

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„Junge Menschen können sicher sein, dass sie bei uns ein Lehramts-Studium auf höchstem Niveau und nach neuesten Erkenntnissen aufnehmen können“, erklärt Prof. Dorit Bosse.

Quelle: dpa (Symbolbild)

Kassel. In seinem jetzt erschienenen Überblick über Strukturen der Lehrerbildung an deutschen Hochschulen empfiehlt der Monitor Lehrerbildung, die Zusammenarbeit zwischen Fachwissenschaft, Fachdidaktik und Bildungswissenschaft zu institutionalisieren. Als „Best Practice“-Beispiel wird das Kasseler Konzept "Pronet" angeführt. Dieses gemeinsame Konzept des Zentrums für Lehrerbildung (ZLB) und des Zentrums für Empirische Lehr-/Lernforschung (ZELL) der Universität zielt auf „Professionalisierung durch Vernetzung“.

Es sieht vor, fachwissenschaftliche, fachdidaktische und bildungswissenschaftliche Studieninhalte so miteinander zu verknüpfen, dass sie sich gegenseitig ergänzen und vertiefen.  
Nach Angaben der Hochschule heißt das beispielsweise: Ein Lehramtskandidat Physik beschäftigt sich in einer fachwissenschaftlichen Lehrveranstaltung mit Magnetismus; begleitend oder folgend bietet die Fachdidaktik Physik ein Seminar zu Schülervorstellungen zum Magnetismus an und wie diese wissenschaftsbasiert weiterentwickelt werden können.

Mit "Pronet" hatte sich die Universität Kassel im März 2015 bei der Ausschreibung der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ gleich in der ersten Antragsrunde durchgesetzt und 5,6 Millionen Euro an finanzieller Unterstützung eingeworben.   „Das Lob des CHE bestärkt uns ein weiteres Mal darin, dass wir mit dieser Verzahnung den richtigen Weg einschlagen“, erklärte Prof. Dorit Bosse, Vorsitzende des Zentrums für Lehrerbildung. „Junge Menschen können sicher sein, dass sie bei uns ein Lehramts-Studium auf höchstem Niveau und nach neuesten Erkenntnissen aufnehmen können.“

Prof. Frank Lipowsky, geschäftsführender Direktor des Zentrums für Empirische Lehr-/Lernforschung, ergänzte: „An immer mehr Universitäten setzt sich inzwischen die Erkenntnis durch, dass die Lehrerbildung durch die Verknüpfung von Didaktik und Fachwissenschaft sowie die Rückkopplung mit den Ergebnissen der Bildungsforschung deutlich an Qualität gewinnt. "Pronet" überträgt diesen Gedanken nun konsequent in die Strukturen der Lehre an der Universität Kassel.“

67 Hochschulen ausgewertet

Der Monitor Lehrerbildung ist die deutschlandweit einzige Datenbank zum Lehramtsstudium. Das Projekt wird getragen vom CHE Centrum für Hochschulentwicklung, der Bertelsmann Stiftung, der Deutsche Telekom Stiftung und dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft. An der Datenerhebung, die der jetzt erschienenen Publikation zugrunde liegt, beteiligten sich nach Angaben des Monitors Lehrerbildung 67 von 71 deutschen Hochschulen, die für das Lehramt ausbilden.

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