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documenta-Professur für Nora Sternfeld

Berufung in Kassel documenta-Professur für Nora Sternfeld

Nora Sternfeld wird neue documenta-Professorin an der Kunsthochschule Kassel, die Teil der Universität Kassel ist. Die Österreicherin ist derzeit Professorin an der Aalto-Universität in Helsinki/Finnland. Sternfeld wird sich unter anderem in den Aufbau eines geplanten documenta-Instituts einbringen.

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Nora Sternfeld.

Quelle: r

Kassel. Sternfeld (41) wurde 2012 in Kunst- und Kulturwissenschaften an der Akademie der bildenden Künste Wien promoviert. Noch im selben Jahr trat sie eine Professur für Curating and Mediating Art an der Aalto-Universität an. Zuvor hatte sie verschiedene Lehraufträge inne, darunter im Jahr 2009 auch an der Kunsthochschule Kassel. Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen Theorie und Praxis des Ausstellens, Kritische Museumsforschung, Kunstvermittlung und Bildungstheorie sowie kuratorische und künstlerische Forschung.

Sternfeld: "Kassel als international relevanten Standort für Ausstellungstheorie und -praxis positionieren"

„Eines der wesentlichen Ziele meiner Forschungsarbeit sehe ich darin, Kassel als international relevanten Standort für Ausstellungstheorie und -praxis zu positionieren, auch in der Zeit zwischen den alle fünf Jahre stattfindenden Ausstellungen“, kündigte Sternfeld (41) an. Sie ist neben Forschung und Lehre eingebunden in die Konzeption eines documenta-Instituts, das auch das bestehende documenta-Archiv umfassen soll.

Formal tritt Sternfeld nach Angaben der Hochschule die Professur an der Kunsthochschule Kassel am 1. August 2018 an, da sie zunächst noch Projekte in Finnland zu Ende bringt. Sie übernimmt jedoch schon in diesem Sommersemester einen Lehrauftrag an der Kunsthochschule und ist damit bereits während der documenta 14 und darüber hinaus in Kassel präsent. In einem öffentlichen Vortrag stellt sich Sternfeld am Donnerstag, 18. Mai, vor: um 17 Uhr im Hörsaal der Kunsthochschule Kassel, Menzelstraße 13. Titel: „PARA-MUSEUM DER 100 TAGE. Die documenta zwischen Ereignis und Institution“.

Sehr starkes Bewerberfeld

„Ich freue mich, dass wir Frau Sternfeld für diese Professur gewinnen konnten, die für die nationale und internationale Wahrnehmbarkeit der Universität Kassel eine große Bedeutung hat“, sagte der Präsident der Universität Kassel, Prof. Reiner Finkeldey. „Das wird auch durch die Tatsache unterstrichen, dass es ein insgesamt sehr starkes Bewerberfeld gab. Ich bin sicher, dass Frau Sternfeld zur regionalen ebenso wie zur internationalen Vernetzung der Universität Kassel und der Kunsthochschule beitragen wird. Das stärkt die Wahrnehmbarkeit von Stadt, Universität und documenta gleichermaßen.“
Prof. Joel Baumann, Rektor der Kunsthochschule Kassel, über die neue Professur: „Die Kunsthochschule Kassel freut sich über die Einrichtung eines dauerhaften documenta-Instituts in Kassel. Die documenta hat ihren Ursprung in der Kunsthochschule und ist auf vielfältige Weise mit ihr verbunden."

Professur für fünf Jahre finanziert

Die Verbindung weiter auszubauen, die Kunst-, Geistes- und Gesellschaftswissenschaften einzubeziehen und zugleich künstlerische Forschung und Recherche zu thematisieren, bestärke diese profilbildende und einzigartige Kooperation und hebe Kassel als Kultur- und Bildungsstandort besonders hervor, betonte Baumann.

Die genaue Denomination der Professur lautet „Kunstwissenschaften/documenta“. Sie wird für fünf Jahre finanziert aus Mitteln des Innovations- und Strukturentwicklungsbudgets des Landes Hessen und kann in der Aufbauphase zudem auf Mittel der Stiftung Hübner und Kennedy GmbH zurückgreifen, teilte die Hochschule mit. Danach streben die Kunsthochschule und die Universität eine Entfristung an.

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