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Aktuelles Männer verdienen mehr als Frauen auch innerhalb eines Berufs
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16:46 25.10.2017
Der Blick auf die Gehaltsabrechnung zeigt: Es gibt Berufsgruppen, in den Frauen viel weniger verdienen als ihre männlichen Kollegen. Quelle: Arno Burgi/dpa
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Berlin

Typische Frauenberufe sind oft schlecht bezahlt, in vielen Männerjobs gibt es dagegen relativ hohe Löhne. Das ist aber nicht die einzige Erklärung für Gehaltsunterschiede zwischen den Geschlechtern, wie eine neue Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) zeigt.

Der Untersuchung zufolge gibt es auch innerhalb von Berufsgruppen große Differenzen - unabhängig davon, ob es dort mehr Männer oder mehr Frauen gibt. So bekommen männliche Sprechstundenhilfen zum Beispiel einen 43 Prozent höheren Bruttolohn als ihre Kolleginnen. Der Frauenanteil liegt in diesem Job allerdings bei deutlich über 90 Prozent.

Es gibt aber auch Männerjobs, in denen die wenigen Frauen deutlich schlechter verdienen als ihre Kollegen - und gleichzeitig typische Frauenjobs ohne große Gehaltsunterschiede.

Bei den Drehern, den Unternehmern oder den Lagerarbeitern liegt der Gehaltsunterschied zwischen den Geschlechtern zum Beispiel über dem Durchschnitt von 21 Prozent, der Frauenanteil aber nie über 25 Prozent. Unter den Krankenpflegerinnen und Kindergärtnerinnen gibt es dagegen deutlich mehr Frauen als Männer, der Gehaltsunterschied liegt aber unter 10 Prozent. Generell sind die Gehaltsunterschiede den Angaben nach dort am niedrigsten, wo es einen hohen Anteil an Beschäftigten im öffentlichen Dienst gibt.

Die Zahlen zeigen aber auch, dass Männerberufe tatsächlich oft besser bezahlt werden als die von Frauen. Von den 30 häufigsten Berufen in Deutschland sind die 10 mit den höchsten Löhnen demnach klar männerdominiert. Nur in 3 davon liegt der Frauenanteil wenigstens über 40 Prozent - und nur in einem, bei den Buchhalterinnen nämlich, gibt es mehr Frauen als Männer.

Die Studie des DIW basiert auf Daten des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) von 2014. Die Stichprobe enthält die gesamte Erwerbsbiografie von 1,75 Millionen Menschen. Dabei wurden nur Vollzeitstellen miteinander verglichen.

dpa

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