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Die O-Phase: der verrückte Start ins Studium

„Immer diese Erstis!“ Die O-Phase: der verrückte Start ins Studium

Erstsemester in Göttingen - wie ist das? Lisa-Marie Räker hat sich auf das Abenteuer Studium eingelassen: "In diesem Blog teile ich meine Erfahrungen als Ersti an der Georg-August-Universität hier in Göttingen mit Euch und versuche, ein paar hilfreiche Tipps rund um das Studentenleben an der Georgia Augusta zu geben." Heute: die O-Phase.

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Lisa-Marie Räker

Quelle: EF

Für uns Erstis beginnt das Studium schon in der Woche vor Vorlesungsbeginn mit der Orientierungsphase, kurz: O-Phase. Die ist bei jeder Fakultät anders organisiert. Grundsätzlich kann man aber sagen, dass jede O-Phase das Ziel hat, den Einstieg ins Studium zu erleichtern. Zum einen, indem die wichtigsten Informationen zu Modulen, Prüfungen, Stundenplanerstellung und Co. gegeben werden; zum anderen, indem man sich abends oder auch mal tagsüber in Kleingruppen trifft und gemeinsam etwas unternimmt, um einander kennen zu lernen.

 
Was man vorher über die O-Phase denkt vs. Wie die O-Phase wirklich ist

 
Ich habe mich vor der O-Phase erst einmal hingesetzt und mich gut auf alles vorbereitet: Auf der Homepage der Sozialwissenschaftlichen Fakultät, an der ich studiere, habe ich mir das Programm für die Orientierungswoche herausgesucht und es ausgedruckt. Dann habe ich auf dem Lageplan der Uni, GRAS_Geo, die Gebäude gesucht, zu denen ich am nächsten Tag hingehen musste, damit ich auch ja nicht zu spät komme. Das war nicht dumm, ich habe ohne Probleme alles gefunden und bin nicht zu spät gekommen. Dass ich das O-Phasen-Programm so oft gelesen hatte, dass ich es fast auswendig konnte, war dann vielleicht doch ein bisschen übertrieben… aber gut.

 
Vorgestellt hatte ich mir die Orientierungsphase nämlich in etwa so: Alle Erstsemester sitzen still im Hörsaal und schreiben ganz sorgfältig mit, keiner macht einen Mucks. Vorne steht ein Prof, der den Erstis ganz viele wichtige Dinge rund ums Studium erzählt. Die Atmosphäre ist ruhig und ernst. Und jeden Tag lernt man von unterschiedlichen Menschen etwas Neues dazu. Alles ganz gesittet und vernünftig…

 
Es lief dann aber doch eher entspannt, gesellig und weniger langweilig ab.

 
Wichtig zu wissen ist an dieser Stelle auch, dass es keine Pflicht ist, an der O-Phase teilzunehmen – alles freiwillig!

 
Am ersten Tag wurden wir in Gruppen aufgeteilt und haben Kennenlernspiele gespielt, eine „Rallye“ auf dem Zentralkampus gemacht (die eigentlich keine richtige Rallye war, denn dabei mussten nur verschiedene Spiele gespielt werden, zum Beispiel „Reise nach Jerusalem“ und „Flunky Ball“), gemeinsam gemenst (mensen = in der Mensa essen) und sind abends noch ins EinsB gegangen.

 
Es gab auch eine Gelegenheit, sich den Studierendenausweis bei der Chipkartenstelle abzuholen. Mein Rat an Euch ist aber: Holt Euch Euren Ausweis unbedingt vor der O-Phase! Währenddessen ist vor dem Glaskasten im ZHG nämlich eine ganz lange Schlange, weil alle Erstis ihren Ausweis haben wollen. Klüger ist es deswegen, sich die Chipkarte zu holen, wenn in der Uni noch nicht so viel los ist. Die Öffnungszeiten der Chipkartenstelle findet ihr hier.  

 
Übrigens: Während der O-Phase habe ich so oft den Satz „Oooh, immer diese Erstis!“ von höheren Semestern gehört… deswegen ist das auch der Titel dieses Blogs. Ich hab mich genauso gefühlt, wie man sich als Fünftklässler in der weiterführenden Schule fühlt… klein und doof! :-D

 
Die meisten haben an diesem Tag viel Bier getrunken, was das ganze Spektakel meiner Meinung nach noch amüsanter gestaltet hat. Der Alkoholkonsum scheint für die allermeisten zur O-Phase dazu zu gehören, aber auch hier gilt: Das ist kein Muss! Es wird Euch keiner irgendwie blöd anmachen, wenn Ihr nichts trinkt. Ich persönlich finde es auch viel lustiger, wenn man den ganzen angetrunkenen Leuten dabei zusehen kann, wie sie sich – die einen mehr, die anderen weniger – zum Affen machen.

 
Neben solchen Veranstaltungen, die eine gute Gelegenheit bieten, andere Menschen kennen zu lernen, gibt es auch viele Informationsveranstaltungen. Da werden Euch wichtige Dinge erklärt. Zum Beispiel, wie Ihr Euch für Prüfungen anmeldet, wie Ihr Euren Stundenplan erstellt, welche Module Ihr machen müsst, was Stud.IP ist und anderes. Wichtig: Wenn Ihr zwei Fächer studiert, die zu zwei verschiedenen Fakultäten gehören, müsst Ihr Euch für eine O-Phase entscheiden. Es gibt dann einen sogenannten Cross-Over-Tag, an dem Ihr die Möglichkeit habt, Euer anderes Fach kennen zu lernen. Alle Informationen zu Eurer O-Phase findet ihr im Internet auf der Homepage der jeweiligen Fakultät. Zu welcher Fakultät das Fach gehört, das Ihr studiert, steht ebenfalls im Internet bei der Beschreibung des jeweiligen Faches.

 
Ihr müsst Euch wegen der O-Phase also keinen Stress machen! Ihr habt einfach eine tolle erste Woche an der Uni. Guckt Euch an, wo Ihr am ersten Tag hin müsst und wann, das ist das Allerwichtigste. Denn alles weitere wird Euch dann an Tag eins der O-Phase vor Ort gesagt, so ist es jedenfalls meine Erfahrung. Es kann durchaus sein, dass andere Fakultäten das anders handhaben, aber die SoWi-Fakultät hat ihren Erstis alles wichtige (O-Phasen-Programm, Modulkatalog, Infos zu AStA, Semesterticket und anderes) schriftlich gegeben.
Wie oben schon erwähnt, ist die Teilnahme an der O-Phase nicht obligatorisch. Ich möchte Euch aber empfehlen, hinzugehen. Erstens, weil die Dinge, die Euch erklärt werden, echt wichtig sind und Ihr die Gelegenheit habt, alle möglichen Fragen zu stellen. Ihr werdet während der O-Phase von höheren Semestern gut betreut und lernt die Uni sowie die Stadt besser kennen. Zweitens trefft Ihr viele nette Leute und unternehmt mit ihnen etwas. Ihr wisst, wo man feiern oder gemütlich etwas trinken gehen kann und seid dem Studentenleben einen Schritt näher gekommen.

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